Umweltfreundlicher kicken

Als Umweltpionier im weiten Umkreis hat der TSV Eching seine Flutlichtanlagen auf LED-Leuchten umgerüstet. Bei den Fußballplätzen am Echinger See wurden elf Flutlichtmasten mit 18 neuen Leuchten bestückt. Für die Investitionssumme von knapp 63.000 Euro waren knapp 19.000 Euro Eigenmittel des Vereins nötig.
Für die Vereinskasse wird sich die Investition bald amortisieren. Mit der neuen Beleuchtung wird 72 Prozent des bisherigen Stromverbrauchs eingespart, jährlich rund 3000 Euro. Dazu war die uralte Anlage extrem wartungsanfällig, was zusätzliche Löcher in die Kasse riss. Unter ökologischen Aspekten ist die Energieeinsparung ohnehin ein Wert an sich, dazu sind die neuen Leuchten im Gegensatz zu den alten Metalldampfleuchten kein millionenfacher Insektentod.
Und „wesentlich besseres Licht“ lieferten sie auch noch, freute sich TSV-Vorsitzender Rudolf Hauke bei der Einweihung am Freitag. Obwohl die regulierbaren Strahler im Trainingsbetrieb der zwei Ganzfeld- und des kleinen F-Jugend-Platzes nur auf 50 Prozent Energie fahren, sei die bessere Leistung für die Spieler spürbar.
18.000 Euro Zuschuss für das Projekt hat der Verein beim Bundesumweltministerium losgeeist, je rund 12.000 Euro steuern BLSV und Gemeinde bei. Von der Stadfestigkeitsprüfung der alten Masten bis zur Eröffnung sei über ein Jahr vergangenen, bedauerte Hauke, was an den „sehr komplexen“ Zuschussverfahren bei Bund und BLSV liege; die Mittel sind auch noch nicht eingegangen, so dass die „Freisinger Bank“ eine Übergangsfinanzierung leistete, „sehr vereinsfreundlich“, wie Hauke betonte.
Der TSV sei freilich auch „sehr, sehr stolz, dass wir nach 15, 20 Jahren finanziell nicht leichter Zeit nun wieder die Kraft für solche Projekte haben“. Bürgermeister Sebastian Thaler lobte ebenfalls, dass sich unter der neuen Führungsmannschaft „die Wahrnehmung des Vereins sehr zum Positiven verändert“ habe, man habe „viele wegweisende Themen auf den Weg gebracht“. Für das Umweltprojekt zollte er4 höchste Anerkennung: „Wenn jeder 70 Prozent Energie einsparen würde, wäre viel erreicht“.
Bei der Einweihung feierten Vertreter des Vereins, des Gemeinderats, der „Freisinger Bank“, Antragsberater Johannes Becher und „Elektro Wagner“, die die Anlage installierten; im Hintergrund einer der elf Masten.

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