Keine Verlängerung für die Bahnhofstraße

Eine Unterführung zwischen der Bahnhof- und der alten Günzenhausener Straße ist für Bürgermeister Sebastian Thaler kein Thema. Einmütig durch alle Gruppierungen hat der Gemeinderat den erneuten Vorstoß der CSU abgelehnt, jetzt eine Studie für die Verkehrsverbindung erstellen zu lassen. Thaler ging jedoch noch weiter und schloss dieses Projekt explizit aus.
„Wenn wir die Unterführung hätten, würden wir sie sofort sperren“, prophezeite er, „weil sie so viele Verkehrsprobleme für die Bahnhofstraße brächte“. Eine Straßenverbindung an der Stelle lehne er kategorisch ab. Die notwendige Anbindung des Echinger Nordens, für den sich die CSU mit ihrem Antrag stark macht, müsse gegebenenfalls mittelfristig über eine Westerschließung gelöst werden, sagte der Bürgermeister.
Unbedingt erstrebenswert sei für ihn jedoch eine verbesserte Fuß- und Radwegeverbindung zur Unterquerung der Bahn, aber die möchte Thaler im Kontext eines behindertengerechten Bahnsteigumbaus realisieren. Hierfür sind freilich bis mindestens 2021 alle Züge abgefahren, weil sich Eching vor Jahren nicht um die Aufnahme in die entsprechenden Programme bemüht hatte.
Die CSU hatte ihren Antrag für die Studie im Februar identisch schon einmal gestellt. Sie sei notwendig, damit vorerst alle Baupläne im möglichen Umgriff auf die Unterführung abgestimmt werden könnten, argumentierte CSU-Sprecher Georg Bartl. Zudem solle die Planung „ein Signal“ an die Bewohner im Norden der Bahn sein, dass sie nicht vergessen seien,
Mehrheitsmeinung im Rat war zweimal freilich, dass die Unterführung wegen der zu erwartenden Kosten von fünf Millionen Euro aufwärts auf absehbare Zeit nicht zu stemmen wäre – und wenn es denn so weit sein könnte, wäre eine Studie anno 2019 längst überholt und somit rausgeschmissenes Geld.

2 Lesermails

  1. Sehe es auch nicht als besonders sinnvoll an, dass Gehbehinderte, um nach München fahren zu wollen, den Umweg über Neufahrn machen müssen, um die Bahnsteigseite zu wechseln.

  2. Wie so üblich, hat die CSU geschlafen. Darum haben wir bei unserem Bahnhof keine Bahnsteighöhe, die es erlaubt, dass Behinderte in die S-Bahn einsteigen können. Wie wird der Gedanke für eine Westumgehung verfolgt?

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