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ORTSGESCHEHEN

'Kompliziertester Radweg überhaupt'

Seinen ersten Auftritt hatte Bürgermeister Sebastian Thaler am Montag beim jährlichen Lammessen der Ortsgemeinde der Echinger Landwirte im Café Central. In der Echinger Folkloretradition ist das ein Ritus, bei dem schon gelegentlich nach dem Lamm der Bürgermeister symbolisch gegrillt wurde. "Ich glaub", bilanzierte Josef Schredl, der Vorsitzende der Ortsgemeinde, nach dem über einstündigen Gedankenaustausch, "er hat sich gar nicht so schlecht geschlagen."
Thaler eröffnete den rund 20 Landwirten, die Gemeinde habe in der Baulandpolitik und der Ortsentwicklung "sehr viel vor, was nur mit ihnen geht". Zum Grunderwerb gelte in Eching "ein sehr faires Modell", betonte er, an dem er im allseitigen Interesse festhalten wolle. Bei allen Projekten werde man die Bauern "bestmöglichst ins Boot nehmen", verspach er: "Wir müssen an einem Strang ziehen".
Als sich Georg Geil beschwerte, dass nach der jüngsten "Brass Wiesn" die Feldwege nicht alle optimal restauriert wurden und anregte, die Ortsgemeinde in die Vorplanung mit einbeziehen, sagte der Bürgermeister sofort zu. Der ansprechende Wegeunterhalt in Eching sei ihm beim Radfahren überhaupt "sehr positiv aufgefallen", lobte er; diese Aufgabe erledigt in Eching die Ortsgemeinde.
Inhaltliche Probleme äußerten die Landwirte vor allem über die leidige Durchfahrtssituation entlang der Einkaufsmärkte an der Schlesierstraße, wo Thaler auf Lösungsmöglichkeiten im Zuge der anstehenden Bebauung dort vertröstete, und zum neuen Radweg nach Garching. "Das wird der komplizierteste Radweg überhaupt", monierte August Handschuh, weil man im Verlauf mehrfach die Straßenseite wechseln muss und er die Ausfahrt eines Kieswerks kreuze.
Überhaupt beginnt der jetzt konkret projektierte Weg erst am Echinger See. "Für uns Echinger wär das Stück vom Ort zum See wichtiger", rügte Klaus Widhopf. Angesichts der Probleme mit einem Grundeigner, auch nur ein fehlendes Teilstück im schon geplanten Routenverlauf zu erhalten, werde man das Anschlussstück zum Ort mit möglichen gleichen Problemen "als zweiten Schritt" angehen, sagte Thaler.
Es sei "der Wunsch keines Bürgermeisters, dass man Flächen über Urteile bekommen muss", merkte er zu dem anstehenden Enteignungsverfahren zum Radwegebau an und appellierte an die Verhandlungsbereitschaft der Landwirte. "Jede Einigung ist besser als vor Gericht zu ziehen", versicherte er, "ich bin zwar ein wortkarger Oberpfälzer, aber mit mir kann man reden".
Hans Fischer mahnte an, dass für einen bei Kieswerksbau eingezogenen Feldweg noch keine Ablösezahlung an die Ortsgemeinde geflossen sei. "Haben wir das Geld im Rathaus?" fragte Thaler und nach einem Nicken seines Amtsvorgängers Josef Riemensberger, als Mitglied der Ortsgemeinde auch präsent, kündigte er eine Regelung an: "Das wird ein teures Lamm..."

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