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ORTSGESCHEHEN

70 Jahre SPD, eine Erfolgsshow

70 Jahre SPD, eine Erfolgsshow

Historische Rückschau und Zukunftsperspektive, Schulterklopfen, Selbstpersiflage und Problemdiskussion - all das hat die SPD zur Nachfeier ihres 70. Jubiläums am Donnerstag im Bürgerhaus mit gut 150 Festgästen in einen Abend gepackt - und daraus eine durchgängig unterhaltsame und amüsante Show gemacht.
Da wurden dann etwa Vorstandssitzungen über 100 Jahre nachgespielt. Die Gründerzeit 1946, als die Mitglieder noch selbst Holz ins Gasthaus brachten, damit die Stube geheizt werden kann, und das Dünnbier ein wesentlicher Impuls war, die Situation zu verbessern; das Jahr 2016, als keiner mehr miteinander spricht, sondern nur noch an Smartphones und Tablets appt - und dann plötzlich der Bürgermeisterkandidat vom Tennisplatz kommt; und das Jahr 2036, als die Sitzung nur noch in virtueller Realität stattfindet, auf dem "absolut passenden Ort für uns", einer Raumstation - "totaler Überblick und immer im Kreis rum".
Hat die traditionsreiche SPD ihre historische Mission erfüllt, ihre grundlegenden Ziele erreicht und ist daher jetzt überflüssig? In einem Dialog widmeten sich die Co-Vorsitzenden Carsten Seiffert und Thomas Müller-Saulewicz bodenverhafteter den Zukunftsthemen der Partei. "Demokratie will immer gelebt werden, sonst verkümmert sie", betonten sie.
Aktuell gehe es angesichts von "Big Data" und einem tiefgreifenden Wandel in der Arbeitswelt durch Digitalisierung darum, "den Wandel zu gestalten". Der SPD attestierten die beiden dabei, dass sie "wie keine andere Partei für Gerechtigkeit steht" und dass es "ihre Kernkompetenz ist, nach dem besten Kompromiss zu suchen".
An vier Themenfeldern wurden die Stärken der Partei szenisch durchdekliniert: Gerechtigkeit, die in jeder Generation neu gestaltet werden müsse, Frauenpolitik, in der die SPD alle heutigen Resultate erkämpft habe, Flüchtlingspolitik, wo mit Schicksalen einst selbst vertriebener und flüchtiger Genossen der Bogen zu den heutigen Flüchtlingen geschlagen wurde - und eben die Kommunalpolitik.
Erinnert wurde da an das "Echinger Modell" der Siedlungspolitik mit sozialer Bodennutzung und bunten Wohnquartieren, die vielfältigen kinderfreundlichen Angebote und Initiativen, der Echinger Weg der Altenfürsorge mit dem Alten-Servive-Zentrum, das erste Bürgerhaus im Landkreis - "das war der CSU zu sozialistisch" - die starke Stellung der Musikschule, die Entwicklung eines grünen Rings um den Ort, die Initialzündung für viele Vereine vom TSV über das "Echinger Forum" bis zu Volkshochschule oder Arbeitskreis Entwicklungshilfe.
"Die SPD hat die Lebensqualität in Eching deutlich aufgewertet", attestierte der von der SPD nominierte, aber parteilose Bürgermeister Sebastian Thaler in seinem Grußwort und lobte einen "harmonischen, gesunden und engagierten Verein". Sie sei "immer eine konstante Größe der Ortspolitik" gewesen und stets für "zukunftsorientierte Politik" gestanden. Was von der SPD auf der Höhe ihres politischen Status in den 1970er Jahren initiiert worden sei, "davon zehren wir heute noch". Mit Hochachtung erinnerte er an die Gründergeneration unmittelbar nach einer Ära, in der Sozialdemokraten verboten und verfolgt waren, an "Menschen, die nach dieser harten Zeit wieder das Wort ergriffen haben".
Die Geschichte der Echinger SPD sei "auch die Geschichte der erfolgreichen Demokratie in Deutschland", lobte der Kandidat der Genossen für den anstehenden Bundestagswahlkampf, Andreas Mehltretter. Die Partei habe "Eching entscheidend mitgeprägt, gestaltet und vorangebracht".
Den Abschluss machte dann noch das "par(tei)shippen", ein "kommunalpolitisches Speeddating" in der bunten Echinger Parteienlandschaft. Gestaltet wurde der bunte Abend von der "Showtruppe" der Roten mit Herbert Hahner, Jens Kühnel, Willy Kramer, Stefanie Malenke, Anette Martin, Thomas Müller-Saulewicz, Sabine Palitzsch, Elke Saulewicz, Jürgen Schechler, Werner Schefold und Sybille Schmidtchen.
 

 
SPD-Sitzung anno 1946...
 


...2016, mit aktuell bekannten Begebenheiten...
 

 
...und 2036, im Cyberspace...

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