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ORTSGESCHEHEN

Servus, Sitzungssaal!

Servus, Sitzungssaal!

Wegen des beschlossenen Umzugs des Gemeinderats ins ASZ ist die Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Dienstag wahrscheinlich die letzte im Sitzungssaal im ersten Stock des Rathauses. Fast 44 Jahre wurde dann die Echinger Ortspolitik in dem Sitzungssaal gestaltet, ausgestritten und entschieden, der mit seiner Glasfront so markant aus dem Rathaus in den Ort ragt. Die erste Sitzung fand hier am 16. Oktober 1973 statt - einem Dienstag.
Am 1. Oktober 1973 ist die damals elfköpfige Gemeindeverwaltung mit dem seinerzeit erst gut ein Jahr amtierenden Bürgermeister Joachim Enßlin in den Rathausneubau eingezogen. Während der Bauphase hatte der Gemeinderat im Schulhaus an der Danziger Straße getagt. Am 2. Oktober gab es schon eine Sitzung, die aber nochmals in der Schule abgehalten wurde. Erst am 16. Oktober gab es die Premiere im neuen Sitzungssaal.
Weil der Gemeinderat damals noch 20 Mitglieder zählte, ein Wachstum auf 24 aber absehbar war, wurde der massive Ratstisch bereits für 24 Plätze ausgerichtet. In den Anfangsjahren war das Vieleck allerdings noch nicht geschlossen, so dass die 20 Räte an einer Art Hufeisen saßen.
Die Premierensitzung bestritten Bürgermeister Enßlin und die Gemeinderäte Lorenz Becker, Hermann Bunzel, Rudolf Deistler, Else Diesing, Max Egersdoerfer, Erhard Engelhardt, Norbert Flohr, Josef Gerhaher, Josef Jägermeyr, Hermann Korff, August Kuffner, Gustav Lammel, Martin Mayer, Hans Sauer, Peter Scharl, Josef Schwentner, Martin Steininger und Max Wanninger. Bärbel Brunar und Johann Kurz versäumten die Premiere. Das Protokoll führte Günter Stark.
Der erste Tagesordnungspunkt, der dort 1973 behandelt wurde, fasst wie in einer Inhaltsangabe die Themen zusammen, die im Sitzungssaal dann über Jahre präsent blieben: "Großflughafen München II, Standortübungsplatz, Großkläranlage". Als erster Beschluss wurde mit 17:2 Stimmen entschieden, im neuen Handwerkerhof nördlich der Bahn einen gemeindlichen Bauhof aufzubauen; was in dieser Form übrigens nie ausgeführt wurde.
Weiterhin wurde in der Premierensitzung der Vorschlag des Landratsamtes akzeptiert, dass in der zweiten Etappe der Gebietsreform die Orte Deutenhausen, Günzenhausen und Ottenburg nach Eching eingemeindet werden sollten. "Zur Betreuung der Jugendlichen" wurde ein Sozialarbeiter eingestellt, die Raiffeisenbank wurde in die freien Räume im Rathausneubau eingemietet und eine neue Erschließungskostenbeitragssatzung einstimmig verabschiedet. Aus dem Gemeinderat wurde eine Zusammenstellung angefragt, "wieviele Gastarbeiter in der Gemeinde Eching ansässig sind und in welchen Betrieben sie arbeiten". Um 22.15 Uhr war die erste Sitzung zu Ende.
Am Dienstag ist nun Schluss, nach hunderten Sitzungen, tausenden Beschlüssen und drei weiteren Bürgermeistern, Rolf Lösch, Josef Riemensberger und Sebastian Thaler, als Sitzungsleiter. Wenn Bürgermeister Thaler die Bausschusssitzung beendet - mit hoher Wahrscheinlichkeit später als um 22.15 Uhr -, ist der Raum im ersten Stock als Sitzungssaal Geschichte.
Das Bild zeigt den Bericht des "Freisinger Tagblatts" von der Premierensitzung, den Archivar Günter Lammel im Gemeindearchiv aufgetan hat.

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