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ORTSGESCHEHEN

Badestrand, Wassersport - fertig

Bürgermeister Sebastian Thaler hat sich im Gespräch mit der echinger-zeitung.de für eine "möglichst naturnahe" Gestaltung des Hollerner Sees ausgesprochen. Als zusätzliche Attraktion sähe er ein Wassersportangebot irgendwo am Nordwestufer, das als einziges Uferstück noch zur Disposition steht. "Ein kleines Eck würde ja reichen", sagt er, "das bringt Leben an den See und tut niemanden weh". Im Rathaus hätten sich bereits diverse Betreiber mit ihren Vorschlägen dazu gemeldet.
Nachdem sich zudem immer mehr Sachzwänge verfestigen, könnte das Szenario für die Entwicklung des Hollerner Sees so aussehen: Am Nordwestufer naturnahe Badenutzung wie am Süd- und Ostufer, irgendwo eine bescheidene Wassersportattraktion, keine Therme, kein Caravan-Stellplatz, keine Zufahrtsstraße von Westen. Und vielleicht eine kleine Seesauna an einer bisher nicht diskutierten Stelle am See, die mit der Zufahrt und den Parkplätzen bereits erschlossen ist.
Das einstige Thermenprojekt ist ohnehin Geschichte und die abgespeckte Variante einer See-Sauna im Nordwesten des Sees ist für Thaler mit dem ausdrücklichen Votum des Unterschleißheimer Stadtrats abgehakt, das nötige Grundstück dafür niemals freizugeben. Allerdings hätte der Bürgermeister "nichts gegen eine kleine, überschaubare See-Sauna in einem Bereich, der schon erschlossen ist".
Für die Sauna am Nordwestufer hätte eine völlig neue Erschließung von der Bundesstraße B13 her angelegt und ebenfalls Parkplätze in relevanter Größe freigeschlagen werden müssen. Im Süden stehen hingegen bereits 300 Parkplätze zur Verfügung, deren Erweiterung in Richtung Osten um die identische Anzahl bereits in den Plänen vorgesehen ist. "Wenn nicht Größeres mehr dazu kommt, reicht das völlig aus", legt Thaler auch die jahrzehntelang durch die Pläne geisternde Westanbindung des Sees zu den Akten.
Die bereits erschlossenen Grundstücke am See sind freilich fast alle dem Münchner Erholungsflächenverein zugeschlagen, der per Definition keine kommerzielle Nutzung wie eine Sauna auf seinen Flächen erlaubt. Lose Anfragen aus dem Rathaus zwecks eines Rücktauschs von Flächen habe der Verein bisher "komplett abgeblockt", berichtet der Bürgermeister.
Kurz vor den Ferien hatte hinter verschlossenen Türen ein potentieller Betreiber eines Caravan-Stellplatzes dem Gemeinderat seine Kalkulationen vorgestellt. Pacht scheint damit kaum erzielt werden können und Gewerbesteuereinnahmen gar nicht. Der Stellplatz sollte als Gedankenspiel südöstlich des Sees errichtet werden, an den entlegensten Flächen an der Straße, um so eine ganzjährige Nutzung zu erreichen und eben vermeintlich Erlöse zu erzielen. Offenkundig wird nun, dass über Jahre der Gedanke verfolgt wurde, ohne dass jemals eine tatsächliche finanzielle Kalkulation angestrengt worden wäre.
Auch die urheberrechtlichen Schwierigkeiten um das Plangutachten wären mit dieser Lösungsskizze hinfällig. Denn für eine naturnahe Gestaltung auch des Nordwestufers, dann wahrscheinlich auch unter der Regie des Erholungsflächenvereins, der bereits den Rest des Sees gestaltet hat, wären nur Einzelaspekte aus den Plänen nötig, die dann unstrittig bei Verwendung im Einzelfall nachzuhonorieren wäre.

'Es ist eine schöne Brücke und eine schöne Farbe.'

(Gemeindebauamtsleiter Thomas Bimesmeier zur Begründung der erwarteten Kosten von 70.000 Euro für den neuen Anstrich der 'Blauen Brücke')

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