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ORTSGESCHEHEN

Landratsamt setzt auf Spielothek, Rathaus dagegen

Die Ansiedlung einer Spielhalle an der Bahnhofstraße im zentralen Ortskern will das Rathaus unbedingt verhindern - notfalls auch gegen das Landratsamt, das sich den Plänen aufgeschlossen gezeigt hat. Die Spielothek soll in einem bisherigen Friseurgeschäft unmittelbar gegenüber von ASZ und Grasslhaus einziehen. Dies wertet der Gemeinderat als "städtebaulich besonders sensiblen Bereich", der mit einer derartigen Einrichtung "an Attraktivität einbüßt". Die Spielhalle sei "daher unerwünscht".
Baurechtlich ist das südliche Teilstück der Bahnhofstraße um das Grasslhaus als sogenanntes Mischgebiet mit überwiegender Wohnnutzung einzustufen, in dem eine Spielhalle nicht automatisch zulässig ist, aber ausnahmsweise zugelassen werden kann. Rathaus und Landratsamt gewichten diese beiden Optionen nun gegensetzlich.
Während die Gemeinde argumentiert, das Objekt wäre in einem völlig anders geprägten Umfeld komplett störend, dreht die Kreisbehörde die Sichtweise um: gerade weil es keine ähnliche Einrichtung weit und breit gebe, wäre die Zulassung eine Ausnahme und müsse daher erlaubt werden.
Der Gemeinderat will nun auf die Barrikaden gehen gegen diese Rechtsauffassung der übergeordneten Behörde, die im Zweifel auch gegen den Willen der Gemeinde das Projekt genehmigen könnte. Dabei stellt die vom Planungsausschuss des Gemeinderats einstimmig verabschiedete Stellungnahme besonders den Schutz der Wohnbevölkerung in den Blöcken entlang der Bahnhofstraße über den Läden und insbesondere im ASZ gegenüber heraus.
Bei einer Betriebszeit der Spielhalle täglich von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts seien sowohl nächtliche Lärmbelästigungen als auch reger Zu- und Abfahrverkehr zu erwarten. Neben der Störung entstünde für die Besucher des gegenüberliegenden Alten-Service-Zentrums somit eine zusätzliche Gefahrenquelle. "Der Schutz vor Lärmbelästigungen und Gefahrensituationen wiegt höher als das Interesse des Bauherrn, an diesem Ort eine Spielhalle betreiben zu können", findet der Gemeinderat.
Zudem würde mit einer derartigen Anlage "das Umfeld um diesen Straßenzug an Attraktivität einbüßen". Dabei sei es aber seit Jahren erklärtes Planungsziel der Gemeinde, gerade diesen engeren Ortskern aufzuwerten. Die zuletzt vorgenommene Aufwertung des Einkaufsmarktes unmittelbar neben der Ladenzeile habe schon dazu beigetragen, "die Attraktivität dieses zentralen Versorgungsbereichs zu stärken". Eine Spielhalle dort würde hingegen "dieses Vorhaben konterkarieren".
Eine Zustimmung, wie vom Landratsamt gewünscht, hat der Ausschuss daher einstimmig verweigert. Nun will Bürgermeister Sebastian Thaler das Gespräch mit der Kreisbehörde suchen,um die Positionen anzunähern. Bleibt das Landratsamt bei seiner Billigung des Projekts, will die Gemeinde als nächsten Schritt versuchen, die Spielhalle über ein Bauleitplanverfahren ausdrücklich zu untersagen.

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