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Echinger Fachbetriebe
ORTSGESCHEHEN

'Mutige Mobilitätspolitik' gefordert

Für die erstmalige Widmung einer Fahrradstraße machen sich weiter Grüne und der Fahrradclub ADFC stark. Dem Planungsausschuss des Gemeinderats liegt in der Sitzung am Dienstag die Empfehlung von Bürgermeister Sebastian Thaler vor, die geplante Ausweisung der Hollerner Straße ortsauswärts als Fahrradstraße abzublasen. Demgegenüber stellen die Grünen nun den Änderungsantrag, mindestens für zwei Jahre einen Probebetrieb als Fahrradstraße einzurichten.
"Eching braucht eine mutige Mobilitätspolitik, die nicht nur mehr Straßen und Parkplätze als Lösungswege sieht", findet Leon Eckert (Grüne), "sondern massiv den Fuß-und Radverkehr fördert“. Auf Initiative der Grünen ist das Rathaus seit Jahren dran, Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen zu werden. Mit der expliziten Ablehnung auch nur einer einzigen Fahrradstraße sei dieses "Grundsatzziel der Gemeinde Eching in Gefahr", warnt Eckert.
Auch Dirks-Birker Hasse, Ortssprecher des ADFC Neufahrn-Eching erwartet von der Ausweisung einer Fahrradstraße "eine enorme Aufwertung der Verbindung Eching – Hollener See – Unterschleißheim". Der Nutzen eines derartigen Angebots würde für ihn "bei weitem die geringen Einschränkungen überwiegen". Es sei einfach an der Zeit, "den Radverkehr dem Auto gleichzustellen, um dem drohenden Echinger Verkehrsinfarkt zu begegnen“. In Eching seien jahrelang die Interessen der Radfahrenden gegenüber dem Pkw-Verkehr hintangestellt worden.
Eine Fahrradstraße schreibt den generellen Vorrang des Radverkehrs fest, was konkret vor allem heisst, dass Radfahrer auch nebeneinander fahren dürfen und Autos dies tolerieren müssen. Der Anliegerverkehr und der landwirtschaftliche Verkehr wären wie bisher frei. Bei der Vorstellung der Pläne hatte der Bürgermeister noch erläutert, eine Fahrradstraße würde exakt in Straßenverkehrsrecht umsetzen, "was auf der Hollerner Straße längst Realität ist".
Einzige Neuerung wäre ein Tempolimit auf 30 km/h, was der zentrale Kritkpunkt im Gemeinderat war. Zuletzt wurden die Anlieger in den Gütern Hollern befragt und auf deren überwiegend ablehnender Resonanz nun die Ablehnungsempfehlung begründet.

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