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ORTSGESCHEHEN

Keine Fahrradstraße nach Hollern

Die Ausweisung der Hollerner Straße ortsauswärts als erste Fahrradstraße in Eching haben CSU, FWG und Bürgermeister Sebastian Thaler (parteilos) mit 8:5 Stimmen im Planungsausschuss des Gemeinderats gegen SPD, "Bürger für Eching" und Grüne abgelehnt. Negative Auswirkungen auf das Bemühen um eine Etikettierung als "fahrradfreundliche Gemeinde" erwartet der Bürgermeister nicht. Da werde es "noch genügend Maßnahmen im Ortskern geben können, die uns fahrradfreundlich machen".
Leon Eckert (Grüne) plädierte nochmal für das Ziel, "ganzheitlich den Radfahrverkehr dem Autoverkehr gleichzusetzen". Um das zu erreichen, könne man sich nicht nur "Stellen rauspicken, wo das einfach geht". In einem Appell hatte er zuvor zumindest einen zweijährigen Versuch gefordert.
Nachdem man die Entscheidung zuvor an den Anliegerwillen gekoppelt hatte, brauche man doch jetzt nicht erneut diskutieren, wunderte sich Heike Kraus (CSU): "Es ist doch fragwürdig, erst zu fragen, und dann zu sagen, die Abstimmung interessiert uns nicht". In einer Befragung des Rathauses hatten 20 der 45 Anwohner die Ausweisung abgelehnt, zwei befürwortet, der Rest hatte sich nicht geäußert. Simon Schindlmayr (CSU) stellte gegenüber, dass "die Problematik auf der Straße für Radler gering ist, aber der Wille der Anwohner ziemlich deutlich".
Christoph Gürtner (FWG) schilderte im Ausschuss, dass er mal probeweise mit 30 km/h im Auto zu den Gütern Hollern gefahren sei und befand: "Das ist schon eine Zumutung". Sein zentrales Argument: Radeln würde man dort nur zur Erholung "und der Naherholende kann ausweichen, der Anwohner aber nicht". Oliver Schlenker (FWG) sagte, er sehe "kein Gefahrenpotenzial", auf der Straße "funtioniert das Zusammenleben gut".
Eine Anliegerbefragung sei in der Sache untauglich, hielt Gertrud Wucherpfennig (SPD) dagegen: "Die Radfahrer sind nicht befragt worden". Sybille Schmidtchen (SPD) erinnerte, dass in ganz Eching Tempo 30 gelte, dass also von einer Benachtreiligung der Güter Hollern durch die Fahrradstraße nicht die Rede sein könne. SPD und "Bürger für Eching" sahen angesichts der Verkehrssituation auf der Straße zwar auch nicht den unbedingten Bedarf zum Schutz der Radfahrer, wollten aber immerhin einen zweijährigen Probebtrieb unterstützen.

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