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ORTSGESCHEHEN

Zu spendabel bei den Vereinen?

An einer ganzen Serie von Zuschussanträgen für örtliche Vereine hat sich im Finanzausschuss des Gemeinderats eine Grundsatzdebatte über den Umgang mit der Vereinsförderung entzündet. zu verteilen. Die CSU kritisierte eine neue Tendenz im Rathaus. Die Gemeinde könne auch gegenüber Vereinen nicht beliebig freigebig sein, mahnte ihr Sprecher Georg Bartl; Bürgermeister Sebastian Thaler (parteilos) bekannte sich dagegen zu, angesichts der Bedeutung der Vereine "möglichst großzügig" sein zu wollen.
Jüngst waren alle Flutlichtmasten auf den vereinseigenen Sportplätzen im Gemeindegebiet auf ihre Standfestigkeit gecheckt worden, mit finanzieller Beteiligung der Gemeinde. Ein Mast musste entfernt werden, der TSV ersetzte ihn provisorisch mit einer Teleskopstange mit LED-Beleuchtung - und beantragte dazu wiederum gemeindliche Unterstützung. Die Tennisabteilung des SCE hat das Müllhäuschen für Tennisanlage, Sportheim und Tennisanlage erneuert, mit Rechnungskopie ans Rathaus.
"Das entgleitet uns", mahnte Bartl im Ausschuss. Wenn der Gemeinderat nun plötzlich wieder die Spendierhosen anziehe, "das lesen dann alle Vereine und kommen dann alle auf uns zu". Auch wenn die einzelnen Beträge im Zweifel minimal seien - für den LED-Masten fielen 425 Euro Gemeindeanteil an - in der Summe und in der Tendenz sei das nicht akzeptabel.
Thaler stellte hingegen vorrangig auf die Geringfügigkeit der Summen ab. Bei einem 41-Millionen-Euro-Haushalt der Gemeinde seien die drei- und vierstelligen Zuwendungen für ihn kein Anlass, "die Vereine vor den Kopf zu stoßen".
Abgewickelt wird die Förderung der Gemeinde über Investitionszuschüsse. Auch das bedürfe angesichts der Thalerschen Auslegung einer neuen Definition, sagte Bartl, denn um Investitionen handle es sich dabei eher nicht. Und wenn sich der Eindruck verfestige, dass man sich das Geld nur von der Gemeinde zu holen brauche, würden auch "Vereine brüskiert, die große Eigenleistung erbringen", mahnte Bartl.
"Eine Teleskopanlage kann ich mir halt nicht selber stricken", versetzte Thaler. Auch die Vereine, die jetzt diese Anträge eingereicht hätten, würden reichlich Eigenleistung in ihre Anlagen stecken. Es sei "eine Frage des Fingerspitzengefühls, ob man ihnen da kulant entgegenkommt".
Die Untersuchung der Flutlichtmasten wurde gegen die Stimmen der CSU gefördert. Die 425 Euro Zuschuss an den TSV wurde einstimmig beschlossen. Versagt wurde dem SCE eine Zuwendung für sein Müllhäuschen.
 
(hierzu ist ein Lesermail eingegangen)

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