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Lesermail zum Artikel: 'Skepsis über Bahnunterführung'

Sehr geehrte Damen und Herren,
als Wiesnbedienung verfolge ich das aktuelle Gemeinderatsgeschehen und die damit verbundenen Pressenachrichten etwas zeitversetzt. Daher komme ich leider erst jetzt dazu, den Artikel „Skepsis über Bahnunterführung“ zu kommentieren.
Dieser ist nicht grundsätzlich falsch, stellt jedoch die vergangene Debatte so gekürzt dar, dass die ursprüngliche Diskussion nicht ganz richtig wiedergegeben wird. Richtig ist, dass die CSU einen Antrag für eine Bahnunterführung an der Bahnhofstraße im Zuge von Streckensanierungen gestellt hatte. Leider zeigte sich, wie fast schon erwartet, dass die vorhandene Vorlaufzeit nicht ausreicht, um dieses Projekt (die möglichen Kosten noch nicht mit einbezogen) im genannten Zeitraum auszuführen.
Dabei gibt es im Gemeinderat über viele Parteien hinweg den grundsätzlichen Konsens, dass man sich eine solche Unterführung vorstellen könnte. Das Problem dabei ist jedoch, dass die Bandbreite in der genauen Gestaltung von einer Unterführung für Fußgänger und Radfahrer bis hin zu einem Ausbau für Busse (ÖPNV) und Rettungsdienste geht. Je nach Variante ist natürlich eine Umsetzung leichter oder schwieriger umsetzbar. Die Kosten passen sich dabei der jeweiligen Komplexität an.
Ein Hauptproblem stellen hier verschiedene Leitungen dar, die einst parallel direkt an den Bahngleisen verlegt wurden und welche von einer Unterführung zu queren wären. Ein weiteres Problem, welches bereits aus der Machbarkeitsstudie von 1999 ersichtlich wird, sind die fehlenden Flächen, die der Gemeinde speziell auf der Nordseite für eine Umsetzung fehlen.
Bei der Abstimmung im Bauausschuss sollte es ursprünglich darum gehen, ob in die weiteren Planungen für eine Unterführung eingestiegen werden sollte. Die Planungsschritte 1+2 würden dabei etwa 100.000 € kosten. Auf diesen Planungen könnte aber eine weiterer Umsetzung einer Unterführung direkt basieren (auf der bisherigen Machbarkeitsstudie nicht).
Dabei waren die Freien Wähler der Meinung, dass ein weiteres Einsteigen in die Planungen sinnvoll ist, wenn man die Grundstücke, von denen man aus der Machbarkeitsstudie schon weiß, dass man sie benötigt, in gemeindlichen Besitz gebracht hat.
In der weiteren Diskussion im Bauausschuss zeigte sich dann erstaunlicherweise, dass hier das Rathaus geteilter Meinung war. Während der Bauamtsleiter unabhängig von der Grundstücksfrage für ein weiteres Vorantreiben der Planungen plädierte, wollte der Rathauschef BGM Thaler die Planungen zunächst nicht weiter verfolgen. Wem soll man da glauben? Wer vertritt hier die Kompetenz bzw. fachliche Meinung der Verwaltung?
Im Folgenden wurde dann die Debatte leider wieder einmal sehr konfus. Statt über den Einstieg in die weiteren Planungen abzustimmen, wurde dann trefflich darüber gestritten, ob eine erneute Machbarkeitsstudie nicht günstiger wäre und ob nicht auch auf Basis einer solchen Machbarkeitsstudie zu einem späteren Zeitpunkt in die weiteren Planungen für eine Unterführung eingestiegen werden könnte.
Nachdem dann im Sitzungssaal jeglicher Sauerstoff verbraucht war, wurde letztendlich darüber abgestimmt, Angebote für eine solche Machbarkeitsstudie einzuholen. Dabei möchte ich mir nicht anmaßen, genau zu wissen, warum meine Gemeinderatskollegen wie abgestimmt haben. Aber nach einer unnötigen und zähen Diskussion am Thema vorbei war hier vielen meiner Kollegen der Wunsch im Gesicht abzulesen, den Tagesordnungspunkt endlich abzuschließen. Denn mal nachfragen kostet nichts und die Sitzung sollte ohnehin noch bis 23:30 dauern.
Mit freundlichen Grüßen und noch eine friedliche Wiesn,
Christoph Gürtner (Gemeinderat, FWG)

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