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ORTSGESCHEHEN

Auf dem Weg zur Fahrradfreundlichkeit

Eching will "fahrradfreundliche Kommune" werden. Einstimmig hat sich der Planungs- und Umweltausschuss des Gemeinderats für einen Beitrag zu der gleichnamigen bayernweiten Arbeitsgemeinschaft ausgesprochen. Angestrebt werden soll damit möglicherweise auch eine Zertifizierung als "fahrradfreundlich" durch das bayerische Innenministerium.
Der Beitritt zu der Arbeitsgemeinschaft war schon zweimal beschlossen worden, allerdings noch nie umgesetzt. Nun hat Moosburgs Dritter Bürgermeister Michael Stanglmaier als Sprecher des Bündnisses im Landkreis Freising dem Ausschuss nochmal detailliert die Möglichkeiten und Anforderungen eines Beitritts vorgestellt.
Im Gemeinderat war speziell bei der CSU zuvor die Befürchtung umgegangen, dass eine Beteiligung zu Verpflichtungen führen könne, was Stanglmaier aber zerstreute. Bürgermeister Sebastian Thaler sagte, er erwarte sich von einem Beitritt, "viele Anregungen und Ratschläge mitzubekommen".
In dem 2012 gegründeten kommunalen Bündnis sind 61 Städte, Gemeinden und Landkreise in Bayern Mitglied, darunter auch München und die Echinger Nachbarorte Garching und Unterschleißheim. Über die Mitgliedschaft ist bei entsprechendem Engagement für das Radl eine Zertifizierung durch das Innenministrerium zu erreichen, die bisher zwölf Kommunen abgelegt haben, zuletzt ganz aktuell Garching.
Eching hat auf Initiative der Grünen vor einigen Jahren bereits eine Untersuchung vielbefahrener Straßen und konzeptionelle Ansätze für die Optimierung des Fahrradverkehrs erstellen lassen, laut Stanglmaier ein ganz wesentlicher Schritt auf dem Weg zum Zertifikat. Umgesetzt wurden bislang im Verwaltungsalltag viele Kleinigkeiten von der veränderten Beschilderung entlang der Hauptstraße bis zur Fahrbahnmarkierung an der "Blauen Brücke".
"Wir starten nicht bei Null", betonte im Ausschuss Leon Eckert (Grüne), die Aufgabe sei nun eine zielgerichtete Bündelung der Maßnahmen, die er sich von einem planmäßigen Vorgehen im Kontext der Arbeitsgemeinschaft verspreche. Anette Martin (SPD) warb dafür, mit dem Beitritt nun die Verbesserung des Radlverkehrs "offensiv anzugehen".
Christoph Gürtner (FWG) gab als Einschränkung vor, dass auch mit der Mitgliedschaft der Fahrradverkehr "nicht einseitig bevorzugt" werden dürfe. Georg Bartl (CSU) plädierte für eine Mitgliedschaft, eine Zertifizierung sei dann aber "nicht das vorderste Ziel". Thaler sagte hingegen, eine Mitgliedschaft dürfe kein Selbstzweck bleiben: "Ich erwarte dann schon auch, dass dafür Geld in die Hand genommen wird und wir teilweise auch umdenken".

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