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ORTSGESCHEHEN

Leseremail zum Artikel: 'Bollwerk gegen Mauern'

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
die inzwischen gebaute "Gefängnismauer" an der Bahnhofstraße (gegenüber Schreibwaren Diegel) ist ein trefflicher Beleg dafür, was passiert, wenn sich ein Gemeinderat nicht dafür entscheiden kann, die öffentlichen Interessen zu kennen und dann auch durchzusetzen.
Ich möchte Sie deshalb darin bestärken, Ihre Initiative zur Abwehr solcher baulicher Todsünden, wie diese Gartenmauer eine darstellt, weiterzuführen. Dabei kann es nicht nur um solche Betonungetüme gehen, wie sie in der Bahnhofstraße gebaut wurden, sondern mehr noch um eine geordnete Ortsplanung ganz allgemein, die solche Auswüchse weniger wahrscheinlich machen würde.
Der fragliche Bau an der Bahnhhofstraße ist ein Lehrbeispiel dafür, was man alles versäumen kann bzw. wie es sich auswirkt, wenn man Einzelinteressen zu Ungunsten des Gemeinwohls nachgibt. Was wurde also versäumt?
Die Liste der Fehler reicht lange zurück. Sie beginnt damit, dass man über lange Jahre, ja fast schon Jahrzehnte versäumt hat, die Bahnhofstraße gezielt zu entwickeln (z.B. zu einer Geschäftsstraße).
Ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten und es in einem Bebauungsplan festzuschreiben, war und ist nach wie vor unverzichtbar. Gäbe es sowas, dann wären viele Fehler bei dem aktuellen Bau (und vielen Vorgängerbauten) nicht möglich gewesen.
Dann gäbe es im aktuellen Fall im Erdgeschoss keine Wohnungen und schon garnicht mit Terrassen an der Straße, dann hätte man einen dem Straßenraum zuträglichen Abstand gefunden, hätte ein Bauuvolumen definiert, das dem Umfeld und einer geplanten künftigen Entwicklung (siehe oben) entspricht.
Stattdessen wurde ein Haus genehmigt und gebaut, das sich mit seinem Umfeld nicht verträgt, es in weiten Teilen sogar negiert, dem man ansieht, dass es vor allem um möglichst viel Wohn- und Nutzfläche ging, das wie viele Vorgängerbauten auch dazu beiträgt, jede Art von Aufwertung für die Bahnhofstraße noch schwieriger bis gar unmöglich zu machen.
Das in den letzten Jahren bereits Gebaute hätte Mahnung genug sein müssen, dass es so nichts werden kann mit einer Bahnhofstraße, die für Bewohner und den Ort gleichermaßen zur Attraktion wird. Wenn die grundsätzliche Richtung nicht stimmt, dann kommt es zu Auswüchsen, die wie in diesem Fall in einer "Gefängnismauer" gipfeln.
Man kann es eigentlich garnicht glauben: Da sperrt sich jemand tatsächlich selber ein. Auf so eine Idee kann man eigentlich nur kommen, wenn die Not unerträglich wird. Solches kann man vermeiden.
Mit den besten Grüßen
 
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