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Echinger Fachbetriebe
ORTSGESCHEHEN

TSV-Stadion am See?

Eine völlig neue Entwicklungsperspektive für Eching könnte sich in Richtung Süden auftun. Der TSV hat jetzt die Vision präsentiert, sein komplettes Sportgelände an der Dietersheimer Straße nach Süden in Richtung Echinger See zu verlagern und dort völlig neu aufzubauen.
Die bisherigen Fußballplätze könnten dann als Bauland in bester Lage erschlossen werden. "Für mich wäre es ein Traum, wenn wir Eching mit einer schönen, neuen, für alle offenen Sportanlage am See repräsentieren könnten", schwärmt der TSV-Vorsitzende Rudolf Hauke.
Die Idee eines Stadions am See geistert schon lange durch immer wieder andere Gremien und Stammtischrunden beim TSV. Ernsthaft und konkret wurden die Pläne nun durch eine anstehende Zwangslage: für einen Weiterbetrieb der bestehenden Anlage stehen massive Investitionen ins Haus.
Die Alternative einer Umsiedlung hat TSV-Vorsitzender Rudolf Hauke schon hinter verschlossenen Türen im Gemeinderat vorgestellt und das Rathaus ist aufgeschlossen. Mit der Eröffnung eines eigenen Haushaltstitels in der mittelfristigen Planung wurde die Vision nun quasi amtlich.
"Die Anlage ist in die Jahre gekommen und bevor man viel Geld in eine Sanierung steckt...", sagte Bürgermeister Sebastian Thaler auf Anfrage seine Sympathie zu. Status des Projekts sei, dass man sich "ernsthaft Gedanken macht". Unter anderem wurden die Pläne vom Bürgermeister schon allen Grundeigentümern vorgestellt, die südlich der bestehenden Fußballplätze Flächen besitzen, um ihre Bereitschaft zur Kooperation auszuloten.
Der TSV rechnet mit dem langfristigen Bedarf von einem Stadion plus zweier weiterer Trainingsplätze, einem Sandplatz, zwei Kleinfeldern sowie zwei Kunstrasenplätzen, einmal Groß- und Kleinfeld. Bei entsprechendem Wunsch der Gemeinde könnte eine völlig neue Anlage dann auch um weitere Sportangebote ergänzt werden, etwa eine Laufbahn, eine Sprunggrube oder ähnliche Freiluftaktivitäten.
Zwei Großfeld- und ein Kleinfeldplatz südlich der verlängerten Hartstraße am See könnten in einer neuen Anlage übernommen werden. Für den nötigen weiteren Ausbau nach der Bedarfsplanung erwartet der Verein ein Investitionsvolumen von knapp drei Millionen Euro, potentielle Zuschüsse durch Sportverbände noch nicht berücksichtigt.
In ungleich höheren Dimensionen würde sich freilich der finanzielle Ertrag der Umsiedlung bewegen. Bis auf einen angepachteten Trainingsplatz westlich des Willi-Widhopf-Stadions ist der Grund der gesamten Anlage mit etwa 46.000 Quadratmetern Fläche im Gemeindeeigentum.
Um anstelle einer Umsiedlung die bestehende Anlage zukunftsfähig zu machen, erwartet der Verein ein Investitionsvolumen von mindestens einer halben Million Euro, unter anderem für neue Sanitäranlagen und Umkleidekabinen und eine Bewässerungsanlage des Rasens. Risikofaktor in den Zukunftsplänen im Bestand ist auch der einzig angepachtete Platz, dessen Pachtvertrag 2021 ausläuft.
Zudem wäre eine Erweiterung auch für die Entwicklung des Vereins angebracht. Aktuell sind 23 Mannschaften im Spielbetrieb, die je Saison etwa 370 Heimspiele austragen und rund 1430 Trainingseinheiten absolvieren. "Damit ist bereits eine Überlastung der Plätze der Vereinsanlage eingetreten", betont Vorsitzender Hauke, "die auch durch intensive Platzpflege und -betreuung nicht ausgeglichen werden kann". Aktuell kann der Verein sechs Plätze nutzen, vier Großfeld-, zwei Kleinfeld-Anlagen.
Unter den 620 Mitgliedern sind 260 Kinder und Jugendliche. Angesichts der beengten Platzkapazitäten und der ungenügenden Sanitäreinrichtungen drohe bei fortschreitender Akzeptanz ein Aufnahmestop, warnt Hauke.
Im Rathaus wartet man nun auf Signale der Grundeigner um den See. Thaler sagte, er hoffe, dass der TSV den Spielbetrieb auf der bestehenden Anlage "noch zwei, drei Jahre hinkriegt", bis eine Verlagerung umsetzbar sein könnte.
Als Alternative für eine Neuansiedlung hätte der Bürgermeister noch ein Angebot: am Hollerner See gäbe es verfügbare Flächen im Gemeindeeigentum... Dieser Gedanke einer Verlegung komplett jenseits der besiedelten Ortsfläche ist für den TSV allerdings überhaupt kein Thema.

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