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ORTSGESCHEHEN

Erschließung im zweiten Anlauf

Die Erschließungsplanung für das anstehende Neubaugebiet Eching-West ist nun erneut verabschiedet. Der ursprüngliche Freigabebeschluss für die Planung im Bauausschuss des Gemeinderats war von der CSU angefochten worden, weil die Informationen dazu nicht ausreichend gewesen seien.
In der erneuten Debatte im Gemeinderat wurden nun die selben Auseinandersetzungen nochmal geführt, ohne jegliche zusätzliche Information. Nachdem sich Teile der CSU dann weiter der Zustimmung verweigerten, platzte Bürgermeister Sebastian Thaler (parteilos) der Kragen: Es sei "grotesk, wenn ich hingestellt werde, dass ich das Baugebiet verzögere, und sie lehnen die Erschließung mehrmals ab", giftete er Richtung CSU.
Einem Teil der CSU missfällt es, dass in der Straßengestaltung durch das Neubaugebiet Einmüdungsbereiche und zwei zentrale Plätzchen mit Granitpflaster ausgeführt werden sollen statt mit Asphaltierung. Die Pflasterung soll die optische Gestaltung und Aufenthaltsqualität aufwerten und entspricht andererseits den Richtlinien für verkehrsberuhigte Bereiche.
Allein für die beiden Plätze bedeute die Pflasterung Mehrkosten von rund 100.000 Euro, empörte sich CSU-Sprecher Georg Bartl, die über die Erschließungskosten dann auf alle Grundeigentümer im Baugebiet umgelegt werden müssen. "Wir bemühen uns, die Preise für Baugrund möglichst niedrig zu halten", sagte er, "da müssen wir auch hier aufpassen, dass uns das nicht entgleitet".
In der Summe ist die Straßengestaltung mit knapp 1,8 Millionen Euro kalkuliert. Thaler sagte, der maßgeblichere Hebel für die Baupreise sei doch wohl der Grundstückspreis "und nicht, ob man die Straße pflastert oder teert". Sybille Schmidtchen (SPD) nannte die Forderungen der CSU "ein bißchen scheinheilig". Die Partei solle sich stattdessen "lieber zu größeren Vergünstigungen im Einheimischenmodell durchringen". Die Diskussionen hierzu werden konstant rechtswidrig hinter verschlossenen Türen geführt, offenbar aber will die SPD hier weit deutlichere Abschläge freigeben als die CSU.
Gertrud Wucherpfennig (SPD) verwies auf die laufende Analyse, wonach in nahezu allen Straßen Echings zu schnell gefahren werde. Vor diesem Hintergrund in einem Neubaugebiet auf Signale zur Temporeduzierung verzichten zu wollen, sei "doch pervers", sagte sie, auch wenn sie sich anschließend für die Wortwahl entschuldigte.
Gegen fünf Stimmen aus der CSU und Irena Hirschmann (fraktionslos) billigten SPD, FWG, Grüne, Bürger für Eching, Echinger Mitte und zwei Räte der CSU die Planung.
 
(hierzu ist ein Lesermail eingegangen)

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