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ORTSGESCHEHEN

Tempolimit - na und?

Eine Messreihe hat im gesamten Gemeindegebiet ein fast flächendeckendes Desinteresse an Geschwindigkeitsbeschränkungen ermittelt. "So was hab ich noch nie gesehen", kam Reinhard Spatz von der "Gemeinnützigen Gesellschaft für Kriminalprävention und Verkehrssicherheit" bei der Präsentation der Messergebnisse im Gemeinderat gar nicht mehr aus dem Kopfschütteln heraus, "das ist wirklich dramatisch".
"Erschreckende Ergebnisse" bilanzierte auch Bürgermeister Sebastian Thaler. Einstimmig gab der Gemeinderat eine kommunale Verkehrsüberwachung auch des fließenden Verkehrs in Auftrag. Bislang kontrollieren "Park-Sheriffs" in der Gemeinde lediglich Parkverbote.
Die Geschwindigkeitsüberwachung muss nun neu ausgeschrieben und vergeben werden. Vorgesehen sind rund 30 Kontrollstunden monatlich an etwa 15 verschiedenen Stellen. Um die Kosten werde man sich angesichts des Verkehrsverhaltens der Echinger keine Sorgen machen brauchen, versicherte Spatz und prophezeite für die Gemeindekasse in der Bilanz aus Kosten der Überwachung und Erträgen "eine dicke schwarze Null".
Ergänzende größere Präventionsbemühungen, wie sie die Gesellschaft auch anbietet, sah Thaler nicht als vordringlich: "Die beste Prävention sind Bank- und Punktekonto". Die gemeinnützige Gesellschaft hat in drei Wochen im Spätherbst anonyme Kontrollen an 17 Stellen vorgenommen, die Ergebnisse stehen hier.
Simon Schindelmayr stellte angesichts dieser flächenden Geschwindigkeitsübertretungen im Gemeinderat die Frage, "ob das Tempolimit überall vernünftig ist". Spatz konterte, dass bei dieser Logik jede Beschränkung in Eching unvernünftig wäre, "denn alle werden überschritten".
Bernd Kneissl von der Polizeiinspektion Neufahrn versicherte, dass die Geschwindigkeitsbeschränkungen "penibel geplant und abgestimmt" würden, Limits ohne Notwendigkeit wies er von sich.

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