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ORTSGESCHEHEN

Unterführung wandert wieder in die Schublade

Eine Bahnunterführung zwischen Bahnhofstraße und alter Günzenhausener Straße ist wieder aus den Planungszielen des Rathauses verschwunden. Gegen die Forderung der CSU haben SPD, FWG, Grüne und Bürger für Eching im Planungsausschuss des Gemeinderats einhellig entschieden, keine Machbarkeitsstudie für das Projekt erstellen zu lassen.
Das seit Jahren schlummernde Projekt war akut geworden wegen der anstehenden Gleisbauarbeiten auf der Bahnstrecke. Doch bis die Bahnsignale im Juli auf "rot" stehen werden, wären Pläne und Genehmigungen für das Echinger Projekt nicht ansatzweise hinzukriegen. Zwar liegt im Rathaus schon seit Jahren eine Studie für die Unterführung, aber die ist hoffnungslos überaltet.
So wurden nun Angebote abgefragt, was eine Aktualisierung der Machbarkeitsstudie denn kosten würde: für gut 21.000 Euro wär das zu haben. Doch die überwiegende Ratsmehrheit wollte das Projekt jetzt komplett stornieren. "So ein Mehrmillionenprojekt ist in den nächsten fünf, sechs Jahren einfach nicht drin", sagte Anette Martin (SPD), und wenn das schon klar sei, sei eine weitere teure Studie "verfrüht". Ihr drohe das Schicksal der Vorgängerin, "innerhalb kürzester Zeit ist auch die veraltet".
Immer noch offen ist außerdem die Grundsatzfrage, wie so eine Unterführung denn ausgerichtet werden würde: nur als Geh- und Radweg? Mit Durchfahrtsmöglichkeiten für Busse und Rettungsfahrzeuge? Oder gleich als Kfz-Straße? Eine Öffnung für den Pkw-Verkehr hätte dramatische Auswirkungen mindestens für Bahnhof- und Günzenhausener Straße, wahrscheinlich aber für den ganzen Ort, warnte Bürgermeister Sebastian Thaler (parteilos). Ohne Durchfahrtmöglichkeit aber sei das Projekt grundsätzlich zu hinterfragen. "Ich bin nicht der Bürgermeister, der für zehn Millionen eine Unterführung baut, für Kfz sperrt und damit dann im Schwarzbuch der Steuerzahler landet", erzählte er aus seinen Albträumen.
Und wenn nur eine Geh- und Radwegunterführung realisiert werden solle, dann sehe er die Priorität in einer Optimierung des S-Bahnhofs. Dort stünde ein barrierefreier Zugang inclusive neuer Unterführung an. Aus dieser Pflicht wolle man Innenministerium und Bahn nicht entlassen, indem man auf eigene Kasse wenige Meter westlich eine eigene Unterführung grabe, argumentierte er.
Für die Studie strimmte nur die CSU. "Wir sagen seit Jahren, der Echinger Norden müsse besser angebunden werden", sagte ihr Sprecher Georg Bartl. Auch wenn die Unterführung momentan nicht finanzierbar sei, müsse man doch zumindest "Flächen sichern", mahnte er. Das sei unstrittig, konterte Anette Martin, aber dazu trage eine Machbarkeitsstudie nichts bei.

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