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ORTSGESCHEHEN

Fußballplätze am Hollerner See?

An den Echinger See möchte der TSV Eching seine Spiel- und Trainingsplätze verlagern - doch landen sie möglicherweise am Hollerner See? Die beiden Optionen unterscheiden sich vor allem in einer zentralen Voraussetzung: am Echinger See gehört der Gemeinde kein Quadratmeter Grund - am Hollerner See hingegen jede Menge Fläche, mit der das Rathaus - überspitzt formuliert - nichts anfangen kann.
Seit vergangenen Herbst haben TSV und Gemeinde die Grundeigner der Wiesen und Äcker zwischen der bestehenden Sportanlage und dem Echinger See über die Umsiedlungspläne informiert. Die Resonanz scheint allerdings dürftig gewesen zu sein. "Ich sehe aktuell keine Möglichkeit für eine Süd-Verlegung", sagte Bürgermeister Sebastian Thaler auf Anfrage.
Zwar würden weiter Gespräche geführt, aber die Gemeinde sei ohne die Bereitschaft mehrerer Grundbesitzer nicht handlungsfähig. Thalers Angebot einer Umsiedlung an den Hollerner See, zunächst nur eine Fußnote, die vom Verein kaum ernst genommen wurde, bleibt damit im Rennen.
Eching wächst nach Westen und damit näher an den derzeit eher abgelegen wirkenden Standort heran. Und je nach Wohnlage sei für einige Echinger Kicker der Hollerner See jetzt schon "durchaus ortsnah", liest der Bürgermeister die Landkarte.
Südöstlich des Seeufers besitzt die Gemeinde acht Hektar Fläche. Das Fußballgelände an der Dietersheimer Straße umfasst momentan 4,6 Hektar plus einen gepachteten Platz. Auch wenn noch ein westlicher Streifen der Fläche am Hollerner See gedanklich bereits für eine Erweiterung der See-Parplätze reserviert ist, bliebe in jedem Fall ausreichend Raum für eine üppige Sportanlage.
Der TSV will sich aber noch nicht damit auseinandersetzen. "Wir favorisieren weiterhin unseren Vorschlag zur Verlagerung von Teilen unseres Geländes in Richtung Echinger See, angrenzend an das dort bereits genützte Gelände", betont der Vorsitzende Rudolf Hauke. Erst wenn man aus dem Rathaus eindeutige Informationen bekomme, dass dies nicht realisierbar sei, "können und werden wir uns mit Alternativen beschäftigen", sagt Hauke. Er sehe momentan aber "keine Mehrheiten im Verein, die einer Verlagerung des Vereinsgeländes zum Hollerner See zustimmen würden."
In den über Jahre gepflegten Gedankenspielen im Rathaus für den Hollerner See war die südöstliche Fläche, begrenzt von den Parkplätzen im Westen und der Staatsstraße zum Kreuzhof im Süden, für einen Caravan-Stellplatz vorgesehen. Diese ganzjährige Nutzung sollte zur Rentabilität einer ebenfalls ganzjährigen Gastronomie am See beitragen.
Seit aber dem Gemeinderat mal die Pacht- und Gewerbesteuererwartungen für so einen Mietplatz - mutmaßlich im niedrigen fünfstelligen Bereich - vorgerechnet worden sind, ist die Begeisterung deutlich abgekühlt. Und auch das Argument einer ganzjährigen Nachfrage nach gastronomischem Angebot zählt nicht mehr, seit der bisher einzige vorstellig gewordene Bewerber erklärt hat, seine eigenen Versorgungskapazitäten als Teil des Geschäftsmodells aufbauen zu wollen. "Andere Anfragen für diese Fläche haben wir ansonsten nicht", berichtet der Bürgermeister.

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