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ORTSGESCHEHEN

Umgehungsstraße verschwindet in den Schubladen

Seit über 40 Jahren geistert eine potentielle Umgehungsstraße für Eching immer wieder durch die ortspolitischen Debatten, aktuell ist ihre Umsetzung Beschlusslage im Gemeinderat. Jetzt sind die Pläne mal wieder zur Seite gelegt. Auch wenn kein expliziter Beschluss gefasst wurde, erntete Bürgermeister Sebastian Thaler null Widerspruch, als er im Planungsausschuss des Gemeinderats laut dachte: "Wir werden uns eher um innerörtliche Verkehrsverbesserungen bemühen als um den großen Wurf Umfahrung, weil eine Umfahrung kein großer Wurf ist".
Verkehrsgutachter Harald Kurzak, auch schon seit Jahren mit der Fragestellung befasst, ließ im Ausschuss nochmal alle Rechenmodelle der einzelnen Optionen Revue passieren, ohne dass ihn eines davon zu einer dringenden Empfehlung motiviert hätte.
Eigentlicher Denkansatz der neuerlichen Befassung im Gemeinderat war gewesen, eine Verzahnung der für Dietersheim konkret geplanten Umfahrung mit einer potentiellen Echinger zu denken, um so beide Lösungen zu optimieren. Für diesen Ansatz fand der Gutachter aber nicht mal ein Rechenmodell. "Wie will ich das denn machen?", tat Kurzak mögliche Verknüpfungen als völlig abwegig ab.
Attraktive Fixpunkte für eine Echinger Südumfahrung wären lediglich eine Anbindung an eine nach Süden verlegte Autobahnanschlussstelle an die A9, was aber illusorisch sei, oder eine komplette Verlegung der Staatsstraße vom Mastenweg bis zur ehemaligen Bundesstraße B11, an Eching, dem Gewerbegebiet Ost und Neufahrn vorbei. Aber das hat Neufahrn bereits kategorisch abgelehnt.
Ohne diese Zusatzreize würde die Südumgehung nach Kurzaks Prognosen zwar viel Verkehr anziehen, der jetzt noch auf anderen Kanälen auf der Durchreise ist, aber relativ wenig aus dem Ort herausholen. Die größtmögliche Verkehrsentlastung für die Echinger Hauptstraße brächte nach der Expertise eine Südumfahrung vom Mastenweg bis zur Frauenhoferstraße im Gewerbegebiet, kombiniert mit einer Westumfahrung vom Ortseingang bis zur Paul-Käsmaier-Straße. Aber gemessen an Aufwand und Flächenverbrauch für diese ganz, ganz große Lösung ist auch der Entlastungseffekt wieder bescheiden.
Kurzak prohezeite vielmehr eine spürbare Entlastung für den Ort durch den unmittelbar bevorstehenden Ausbau der A92 auf sechs Spuren inklusive Ertüchtigung des Autobahnkreuzes Neufahrn. Die mittelfristig anstehende Erweiterung des Allacher Tunnels in der A99 werde ohnehin die Verkehrssituation in der Region umkrempeln und nach Gutachtermeinung ebenfalls entlastende Auswirkungen für Eching haben. Und auch die von Eching eigeninitiativ betriebene Umplanung der Kreuzung am östlichen Ortseingang von der Autobahnabfahrt her werde enorme Wirkung entfalten.

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