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ORTSGESCHEHEN

Plakate bleiben frei

Die Plakatierung zu Wahlen bleibt weiterhin den Parteien überlassen. Mit einer knappen Mehrheit querbeet durch alle Parteien hat der Hauptausschuss des Gemeinderats einen Antrag der Grünen abgelehnt, die Plakate auf übergroßen Sammelständern zu bündeln.
„Sammelplakatständer statt Schilderwald“ hatten die Grünen gefordert. Auf denen sollte allen Parteien gleichgroße Flächen zur Verfügung gestellt werden. Damit solle der „Materialschlacht“ begegnet werden, die nach Ansicht der Grünen vor den Wahlen „in zunehmendem Maße die Bürger verärgert und teilweise sogar die Verkehrssicherheit beeinträchtigt“. Die Schilderwälder seien auch „eine Verunstaltung des Gemeindebildes“.
Unabhängig von der Parteifarbe konnte sich eine Mehrheit im Gremium aber nicht recht mit dem Gedanken anfreunden. Zu wenig Raum, zu geringer Platz für jede Partei, großer Organisationsaufwand, monierten Michaela Holzer, Gertrud Wucherpfennig und Georg Bartl. Leon Eckert (Grüne) appellierte vergeblich an die Kollegen, „nicht komplizierter zu denken als es ist“.
Oliver Schlenker fand, er wolle nicht „die großen Plakatwände dann ständig anschauen“, schließlich müssten sie auch jenseits der Wahltermine installiert bleiben. Otmar Dallinger bezweifelte den Werbewert der Sammeltafeln grundsätzlich: „Plakate nimmt man im Vorbeifahren wahr, aber für eine Wand musst erstmal stehen bleiben und alle durchschauen“.
Mit 8:5 Stimmen lehnte der Ausschuss die Sammelständer ab. Weil aber die grundsätzliche Tendenz schon verfolgt werden soll, den Schilderwust einzudämmen, will man nun auf Anregung von Thomas Kellerbauer (CSU) überlegen, eventuell numerierte Plaketten in der Zahl der zulässigen Plakate auszugeben, so dass die Parteien ihre Werbeaktivitäten legitimieren können.
Immerhin gebe es eine Plakatierungssatzung mit sinnvollen Vorgaben, erinnerte auch Schlenker, „aber der müsste man halt auch nachgehen und kontrollieren“. Bei den vergangenen Wahlen hatten gefühlt diverse Gruppierungen ihr zulässiges Kontingent überschritten, zudem waren Plakate noch weit nach der erlaubten Abholfrist rumgestanden und mussten teils sogar vom Gemeindebauhof entfernt werden.
Sybille Schmidtchen (SPD) regte an, zur gefälligeren Ansicht der Plakate originellere Ständer oder Säulen einzuführen, was dann auch wieder „eine positive Ausstrahlung für den Ort“ bewirke. Mit 10:3 Stimmen gab der Ausschuss die Vorbereitung für eine Lösung mit numerierten Plaketten in Auftrag.

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