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ORTSGESCHEHEN

Mehr Geld für Erzieherinnen

Für bessere finanzielle Bedingungen für die Erzieherinnen in der Kinderbetreuung haben Eltern mobil gemacht. Bei einer online-Petition haben über 600 Unterstützer die Forderung nach einer Arbeitsmarktzulage geteilt. Das Anliegen wurde am Dienstag Bürgermeister Sebastian Thaler übergeben.
Arbeitsmarktzulage, höhere Gehaltseinstufungen, generelle Lohnzulagen oder vergünstigter Wohnraum: die Nachbarorte Echings im Ballungsraum München sind meist erfinderisch, um ausreichend Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen für die Kinderbetreuung zu akquirieren. Eching hat sich diesem "Preiskampf" bislang stets verweigert.
Allmählich drohe das aber das Betreuungsangebot am Ort zu gefährden, mahnt die Petition, die vom Elternbeirat am "Haus für Kinder St. Andreas" initiiert wurde. Ohne irgendeinen finanziellen Anreiz "zum Ausgleich der hohen Lebenshaltungskosten in unserer Region" werde den Kinderbetreuungseinrichtungen in Eching "die Personalgewinnung sowie die Bindung des bestehenden Personals erschwert", mahnt die Elternbeiratsvorsitzende Marie-Louise Brezansky.
Gefordert wird eine Arbeitsmarktzulage von 200 Euro pro Monat für pädagogisches Personal, "um den bisher möglichen und zukünftig nötigen Umfang der Kinderbetreuung in unserer Gemeinde zu erhalten". Thaler sagte, dass die Kindertagesstätten der Gemeinde gerade drei Stellenausschreibungen offen hätten. In der Petion heißt es, dass "in vielen Kinderbetreuungseinrichtungen immer wieder händeringend Personal gesucht" werde.
Die Ursachen der Schieflage und des daraus resultierenden Wettbewerbs um Personal müssten "in größerem Rahmen politisch-gesellschaftlich gelöst werden", räumt Brezansky ein, gleichwohl müssten "die Gemeinden ein Signal setzen für eine höhere Wertschätzung gegenüber der Kinderbetreuung und auch der Situation Rechnung tragen, dass gerade bei uns in vielen Familien beide Elternteile arbeiten wollen und müssen".
Im Gemeindegebiet Eching gibt es neben Kindertagesstätten der Gemeinde auch Kindergärten, Krippen und Horte der beiden christlichen Kirchen, des Vereins "Lebenshilfe" und der Johanniter. Thaler will diese Träger nun die nächsten Tage an einen Tisch holen, die konkrete Personalsituation klären und Lösungsmöglichkeiten besprechen. Der Gemeinderat soll sich dann wohl Ende Juli damit befassen.

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