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'Käseglocke' noch angebracht?

Der Schutz des Gewerbes im Ortskern vor Konkurrenz im Gewerbegebiet Ost wird im Rathaus vielleicht neu überdacht. Anlass ist ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichts, das die Ablehnung eines Betriebs an der Dieselstraße wegen Kaufkraftabschöpfung aus dem Ortskern gerügt hatte. Die Gemeinde will zwar Berufung einlegen und die Voraussetzungen im Leitplan schärfer fassen, aber im Gemeinderat klangen bereits zweifelnde Stimmen an.
Bislang hatte die Gemeinde Märkte mit Verkauf an Endverbraucher im Gewerbegebiet Ost außerhalb der eigens dafür ausgewiesenen Zonen stets abgelehnt, wenn sie innenstadtrelevate Sortimenter angeboten hätten. Kürzlich erst wurde diese Einschätzung mit einer detaillierten Liste unterfüttert, in der aufgeführt ist, welche Waren des täglichen Bedarfs dem Ortskern vorbehalten bleiben sollen.
Georg Riemensperger, der in seinem Gebäude an der Dieselstraße einen Trachtenmarkt ansiedeln wollte, hat gegen die Ablehnung nun geklagt und in erster Instanz Recht erhalten. Offenbar hat das Gericht die Einschätzung als nicht zwingend angesehen, dass der Markt dem innerörtlichen Angebot schaden könne. In nichtöffentlicher Sitzung hat der Gemeinderat Berufung beschlossen. Zur Untermauerung soll nun der entsprechende Passus im Bauleitplan neu formuliert werden.
Allerdings gab es beim Beschluss dieses Auftrags eine Woche später im Bauausschuss auch bereits Zweifel, ob diese Schutzpolitik für den Ortskern überhaupt noch angebracht sei. 'Die Gemeinden um uns machen´s halt anders', gab Siegfried Gruber zu bedenken. Sollte heißen: welchen Sinn macht es, zum Ortskern konkurrierende Ansiedlungen im Echinger Gewerbegebiet zu verbieten, wenn sie dann hundert Meter weiter im Neufahrner oder in anderer Himmelsrichtung in Garching oder Unterschleißheim auf der 'grünen Wiese' eröffnen? Georg Bartl argumentierte, dass es sogar kontraproduktiv für Eching sein könne; würden die Märkte im Gerbegebiet verboten und siedelten sie sich im Ort auch nicht an, habe man sie gar nicht und zwinge den Verbraucher in Nachbarorte.
Simon Wankner sagte dagegen, ein Schutz für die Ortsmitte sei 'derzeit unumgänglich'. Bringe die geplante Umgestaltung des Ortskerns, die derzeit in Arbeit ist, aber den erhofften Impuls zur Belebung, dann könne dies mittelfristig Schutzparagrafen überflüssig machen, sagte er, 'das wäre das Beste'.
Mit 12 zu 1 Stimmen gegen die Stimme von Robert Hofmeier gab der Ausschuss die Verstärkung der Schutzformulierung in Auftrag.

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