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ORTSGESCHEHEN

Umgehung Süd bringt mehr Entlastung als Nordwest

Eine mögliche Südumgehung würde die Ortsdurchfahrt viel stärker entlasten als eine West-/Nordumgehung und zugleich drastisch günstiger kommen. Zu diesem Resultat kommt die neueste vergleichende Verkehrsanalyse von Gutachter Harald Kurzak für die Gemeinde. Mit einer Südumgehung sieht Kurzak zudem alle Voraussetzungen gegeben, die Hauptstraße für den Lkw-Verkehr zu sperren, so dass die Entlastungswirkung noch weit größer wäre als im Prognosemodell errechnet.
Von den derzeit rund 13.000 täglichen Verkehrsbewegungen auf der Hauptstraße könnte eine Südumgehung über den Mastenweg in den nächsten zehn Jahren rund 5000 Bewegungen abziehen, hat die Prognose kalkuliert. Für diese Entlastungswirkung könnte sogar darauf verzichtet werden, die Südumgehung neuerlich an die Autobahn A9 anzubinden, was die Autobahndirektion schon kategorisch abgelehnt hatte.
Eine Nordwestumfahrung dagegen, die vom westlichen Ortseingang bis über Bahnlinie und Autobahn A9 zum Autobahnzubringer zur A92 ins Gewerbegebiet Ost geführt würde, könnte die Hauptstraße nur um 3000 Kfz-Bewegungen entlasten, prophezeit Kurzak. Wegen der nötigen Brücken- und Überführungsbauwerke wäre diese Route zudem im Vergleich zur südlichen Variante konkurrenzlos teurer.
Eine reine Westtangente, die nur vom westlichen Ortseingang der Hauptstraße zur Paul-Käsmaier-Straße geführt würde, ist nach der Analyse der Mühe nicht wert. Die Hauptstraße würde damit gerade um 1500 Fahrbewegungen entlastet, dafür aber würde die Abkürzung neuen Verkehr speziell auf der Nord-West-Verbindung anziehen und wäre daher laut Kurzak „mehr Belastung als Entlastung für den Ort“.
Die ideale Südumfahrung würde nach der Expertise über den Mastenweg führen, dann in gerader Verlängerung die Autobahn queren, westlich an der Echinger Lohe vorbei führen und zwischen Lohe und Staatsstraße zur Fraunhoferstraße münden. Damit wäre diese Trasse „eine echte Ableitung für den Schwerverkehr“, erwartet der Gutachter. Kurzaks Analyse hat ergeben, dass 25 Prozent der Schwerlastverkehrs in Ost-West-Richtung auf der Echinger Hauptstraße aus dem Gewerbegebiet Ost kommt, 30 Prozent aus Neufahrn. Für diese beiden Quellen, die den Löwenanteil ausmachen, wäre die Umfahrung ideal.
Eine Anbindung einer Südumgehung an die Autobahn ist nach dem Gutachten für die Akzeptanz der Route nicht erforderlich. Die zusätzliche Entlastungswirkung für die Ortsdurchfahrt wäre minimal, dafür würde die neue Anschlussstelle drastisch Verkehr anziehen. Die Südumgehung müßte demnach für 30.000 Fahrtbewegungen ausgelegt werden statt für 10.000 ohne Autobahnanschluss.
Die Variante schließlich, die Anschlussstelle Eching zu schließen und nach Süden in die Südumfahrung zu verlegen, nannte Kurzak „für Eching verheerend“.
Weitergekommen in der Realisierung ist das Rathaus mit der neuerlichen Analyse freilich nicht. Weiterhin fühlt sich keine Behörde veranlasst, eine Umgehgungsstraße anzupacken. Das Gutachten soll nun noch um Auswirkungen auf Günzenhausen und Dietersheim ergänzt und dann abschließend den Fachbehörden vorgelegt werden.
 
(hierzu ist ein Lesermail eingegangen)

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