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Seit 30 Jahren schmökern

Seit 30 Jahren schmökern

Vor 30 Jahren wurde das Ladenzentrum "Alter Wirt" eröffnet. Am 1. Oktober 1983, noch vor der großen Einweihungsfeier des gesamten Komplexes, eröffnete als erster der neuen Läden der „Echinger Bücherladen“ - und ausgerechnet dieser Laden ist der einzige, der heute noch in unveränderter Form und unter gleicher Führung besteht.
An Stelle des abgebrannten Traditionsgasthauses "Alter Wirt" war von Bauherr Andreas Riemensperger Riemensperger ein Geschäftshaus mit der Bierstube „Alter Wirt“ mit kleinem Biergarten errichtet worden. Der zweite Bauabschnitt auf dem Areal eines ehemaligen Schafstadls, wo dann private Tennisplätze des benachbarten Hotels „Olymp“ lagen, wurde 1983 vollendet: das Ladenzentrum. Auf 8730 Quadratmetern Fläche entstanden fünf ineinander übergehende Häuser, die sieben Läden in unterschiedlicher Größe Raum boten sowie in den oberen Geschossen mehreren Büros, Praxen und Kanzleien und schließlich Wohnungen mit zusammen 1700 Quadratmetern Wohnfläche. Daran angedockt ein Flachbau – für einen Supermarkt, der damals als völlig neuartige Einrichtung am Ort das größte Aufsehen erregte. Von den damals gestarteten Geschäften existieren außer dem „Bücherladen“ auch die benachbarte Eisdiele und der Feinkostladen noch.
Der Bücherladen hatte zwei Wurzeln. Die Gymnasiallehrerin Claudia Borst, die damals in Massenhausen lebte, hatte den Schuldienst quittiert und wollte einen Bücherladen eröffnen, bevorzugt in Garching. Über eine Echinger Freundin wurde sie auf das Neubauprojekt „Alter Wirt“ aufmerksam und wurde schließlich bei Bauherr Riemensperger vorstellig. Oh, sagte der, um einen Bücherladen habe sich gerade gestern jemand beworben. Co-Initiatorin war Angelika Baier, die mit der gleichen Idee für Eching angetreten war.
Die beiden Quereinsteigerinnen – Baier war Sozialpädagogin – taten sich zusammen und realisierten ihren Bücherladen gemeinsam. Ein Praktikum im Freisinger Bücherladen „Abraxas“ ermöglichte den beiden Enthusiastinnen erste Einblicke in den kaufmännischen und organisatorischen Betrieb des Buchhandels, der „Abraxas“ stieg als „& Co.“ denn auch in den „Echinger Bücherladen“ ein. Borst und Baier hatten die Innengestaltung selbst kreiert und gezeichnet, die Regale beim Baumarkt geholt und selbst angedübelt, die weiteren Angebote standen auf Tapeziertischen, die bei Lesungen im Laden bequem weggeräumt werden konnten.
So wie das Ladenzentrum zur zentralen Einkaufsmeile für die explosionsartig wachsenden Neubaugebiete wurde, entwickelte sich der Bücherladen darin zum Kommunikationszentrum. Die größte Umwälzung für den Buchhandel brachte freilich der online-Handel. Der "Abraxas" ist früh ausgestiegen, später auch Angelika Baier. Die Etablierung der neuen Vertriebsform bedroht die Existenz der klassischen inhabergeführten Buchläden. In den vergangenen 20 Jahren mussten 25 Prozent schließen. „Mir täte es leid, zumachen zu müssen“, sagt Claudia Borst, „so ein Ort braucht doch einen Buchladen, in dem man schmökern und sich Anregung holen kann.“
Das Bild zeigt das Team des "Echinger Bücherladens" mit (v. li.) Gabi Oberdorfer, Traudl Reinhardt, Sabine Giacalone, Claudia Borst und Irene Zwiebelhofer.
Das 30jährige Bestehen wird nun auch von 13 Geschäften des erweiterten Ladenzentrums mit einem großen Gewinnspiel gefeiert, das schon begonnen hat um beim diesjährigen „Einkaufen bei Kerzenschein“ am 23. November prämiert wird.

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