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ORTSGESCHEHEN

Gemeinde will die Südumgehung

Nach jahrzehntelanger Debatte und immer unterschiedlichen Bewertungen und Gewichtungen ist eine Südumgehungsstraße nun offizielles Planungsziel der Gemeinde. Einstimmig hat der Gemeinderat beschlossen, in diesbezügliche Verhandlungen mit den zuständigen staatlichen Behörden einzusteigen. Ziel ist es, die Staatsstraße durch den Ort über den Mastenweg zu legen, dann über die Autobahn A9 zu verlängern und in einem Schwenk nach Norden zwischen Autobahnanschlussstelle und Echinger Lohe wieder auf die bestehende Staatsstraße Richtung Neufahrn zu führen.
Ein Verkehrsgutachten hatte dieser Variante prognostiziert, dass sie von den derzeit 13.000 Verkehrsbewegungen auf der Hauptstraße etwa 5000 abziehen könnte. Zweiter Effekt wäre, dass eine Umgehung Grundlage für eine totale Lkw-Sperre der Hauptstraße werden könnte. Auch mit dem Beschluss, in die Verhandlungen einzusteigen, bleibt freilich weiterhin völlig unklar, wie die Straße finanziert und in welchem Zeitraum sie realisiert werden könnte.
Den schlussendlichen Antrag, offizielle Verhandlungen zu beginnen, hatte die CSU eingebracht. Bei der Bürgerversammlung hatten die "Bürger für Eching" eine identische Initiative gestartet. Im Gemeinderat gab es bei grundsätzlicher Einigkeit über den Beschluss kleinere Scharmützel über die Urheberschaft. Die Echinger CSU habe "das Seehofer-Gen entdeckt", spottete Christoph Gürtner (Freie Wähler): "Sie übernehmen fremde Themen". Otmar Dallinger (Freie Wähler) sagte mit Seitenblick auf die CSU, er könne sich "noch gut erinnern, wer mir die gleiche Idee früher um die Ohren gehauen hat". Aber "zu bestimmten Jahreszeiten" komme die Südumgehung immer wieder auf den Tisch, sagte er in Anspielung auf den beginnenden Kommunalwahlkampf.
Angesichts von laufenden Investitionen in Gebäude in Höhe von 35 Millionen Euro sei eine Realisierung der Straße zudem weit entfernt, mahnte er, gleichwohl sei es aber "schön, wenn wir das gemeinsam auf den Weg bringen". Für die SPD erinnerte Anette Martin, sich in der langfristigen Strategie nicht nur auf die Südumgehung zu verlegen. Diese sei schließlich eine ausschließliche Entlastung der Hauptstraße, Eching habe aber "auch Probleme mit der Verkehrsbelastung der Paul-Käsmaier-Straße und kleinerer Straßen". Eine Entlastung hierfür könne "nur über eine Nord-West-Umgehung erfolgen", der Ort brauche daher "letztendlich eine Gesamtumfahrung". In den Behördengesprächen solle diese Perspektive nicht vergessen werden, brachte die SPD als Antragszusatz ein.

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