„Mehr wagen“

Bezahlbarer Wohnraum, Verkehrsentlastung, Klimaschutz und hochwertige Gewerbeansiedlungen stellte Bürgermeister Sebastian Thaler bei seiner Nominierung zur erneuten Kandidatur als seine bisherigen wie geplanten Schwerpunkte vor. Dazu möchte er, „dass viele von uns sich noch stärker mit unserem Ort identifizieren können“.

Grundsätzlich müsse sich die Ortspolitik „mehr trauen, mehr investieren, auch mal was wagen“, appellierte er bei der Nominierungsversammlung am Donnerstag im ASZ vor annähernd 100 Besuchern. SEine Kampagne steht unter dem Titel „Gemeinsam. Weiter. Gestalten.“.

In der aktuellen Bauland- und Wohnungssituation etwa müsse man „weiterdenken bei den Konzepten“, sagte Thaler, etwa Ausschreibungen bei Grundstücksvergaben nicht nur nach dem Erlös bewerten, sondern nach Konzepten.

Beim Verkehr müsse das Rathaus „Infrastruktur und Angebote schaffen, die es ermöglichen, auf’s Auto zu verzichten“, sagte er. Die ersten eingeleiteten Maßnahmen auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Gemeinde seien da Ansätze.

Im Klimaschutz sei auch die Gemeinde als kleinste politische Einheit aufgerufen, so seine Überzeugung. Seine Initiative zu einer Fair-Trade-Gemeinde sei hier ein Schritt, ebenso könne er sich einen Klimavorbehalt für alle Entscheidungen des Gemeinderats vorstellen.

Wie schon in der Haushaltsdebatte im Gemeinderat zwei Tage zuvor nannte Thaler die finanzielle Entwicklung in seiner Amtszeit glänzend; bei mehr Rücklagen als Schulden sei die Gemeinde faktisch entschuldet. Dennoch müsse neues Gewerbe angesiedelt werden, um die Finanzkraft zu steigern. Echings Gewerbepolitik sei auf dem Stand von 1999 „verharrt“, klagte er, „das muss sich dringend ändern“.

Ehrenamt und Vereine wolle er weiter großzügig fördern, versprach er. Wie auch der von ihm eingeführte Bürgerhaushalt seien dies Mittel, um Zusammenhalt und Einsatz für das Gemeinwesen zu unterstützen und zu fördern.

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