Neue Stellvertreter für Thaler

Mit klaren Mehrheiten wurden bei der Konstituierenden Sitzung des Gemeinderats Stefanie Malenke (SPD) zur Zweiten Bürgermeisterin gewählt und Leon Eckert (Grüne) zum Dritten Bürgermeister.

Für beide Bewerber gab es in den getrennten Wahlgängen keine Gegenkandidaten. Malenke erhielt in geheimer Wahl 18 Stimmen, fünf waren ungültig gemacht worden, eine Stimme entfiel auf Thomas Kellerbauer (CSU), der 2014 bis 2020 Dritter Bürgermeister war.

Eckert erhielt 15 Stimmen, acht waren ungültig und ein Gemeinderat votierte auch hier für Kellerbauer.

Malenkes Stimmergebnis legt nahe, dass sie von SPD, Grünen, FW, BfE/Mitte und FDP geschlossen gewählt worden sein dürfte. Die fünf ungültig abgegebenen Stimmzettel plus die Kellerbauer-Stimme würden sich rechnerisch genau auf die sechs CSU-Räte summieren.

Bei Eckert könnte das Ergebnis rechnerisch bedeuten, dass ihn CSU und FW nicht gewählt hätten. Neun Stimmen nicht für ihn entsprächen sechs CSU plus drei anwesende FW.

Allerdings sind derartige Zuordnungen rein spekulativ, da die Wahl geheim war und keine Fraktion ihr Stimmverhalten offen gelegt hatte. Theoretisch könnte also auch jeweils Heinz Müller-Saala (FDP) unter den ungültigen Stimmen gewesen sein und aus der CSU hätte es Stimmen für Malenke und/oder Eckert gegeben. Oder es gab mehr CSU-Stimmen für die Kandidaten und aus der Riege von SPD, Grünen und BfE/EM gab es Abweichler.

Ein Lesermail

  1. Herr Bachhuber, spekulieren Sie mal weiter.

    Die Wahlergebnisse sind anerkannt aber nicht so, wie sie von einigen erwartet wurden. Auch die FDP rechnete zumindest mit einem zweiten Sitz im Gemeinderat. Aber die an der Wahl beteiligten Bürger haben sich anders entschieden.

    Was und wie das Ergebnis gewesen wäre, wenn sich mehr „Nichtwähler“ an der Wahl beteiligt hätten, da kann man nur spekulieren. Unabhängig von jeder in naher Zukunft noch aufkommenden Spekulation sei vermerkt, dass wir mit dem Ergebnis leben müssen.

    Der BGM und seine Anhänger/Förderer haben gewonnen und können nun machen, was sie sich vorgenommen haben. Ich hoffe nur, dass es im Sinne der Echinger Bürger sein wird. Auch hoffe ich, dass das Ergebnis dazu führt, dass nun nicht alle Pläne der „Förderer“ vom BGM umgesetzt werden, denn dazu braucht man auch die finanziellen Mittel, die jetzt durch die Krise nicht mehr in der Menge zur Verfügung stehen. D. h. BGM Thaler und die Gruppe der Förderer müssen sich über die derzeit und vielleicht noch längere Zeit nicht zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel viel Gedanken machen, insbesondere, welche Wahlversprechen realisierbar sind und welche nicht.

    Die FDP Eching, erprobt als „Einzelkämpfer“, hat ihre Stimme immer zum Wohle Echings gegeben, auch wenn sie, wie auch heuer, nicht in den Ausschüssen vertreten ist.

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