Rekordhaushalt und Mehreinnahmen

Das erste Corona-Jahr hat das Rathaus finanztechnisch gut überstanden – und sogar mit einem historischen Rekord-Etat. Er sei über das Steueraufkommen „positiv überrascht“, sagte Bürgermeister Sebastian Thaler im Gemeinderat. Zudem habe man „vorsichtig gewirtschaftet“.

Die Gewerbesteuereinnahmen lagen trotz einzelnen Ausfällen in der Summe sogar über dem vor Corona kalkuliertem Ansatz von neun Millionen Euro, dazu gab es für diese Ausfälle eine staatliche Ersatzleistung von 840.000 Euro.

Weil mit der vorsorglich verhängten Ausgabensperre im Verwaltungsablauf auch fünf Prozent weniger ausgegeben wurden als kalkuliert, erwirtschaftete das Rathaus 2020 einen Überschuss von rund vier Millionen Euro, der zur Finanzierung der Investitionen eingesetzt werden konnte.

In der Kalkulation war davon ausgegangen worden, dass der Verwaltungsbedarf nicht gedeckt werden kann und Rücklagen angezapft werden müssen. Nun wurde stattdessen weniger aus den Rücklagen genommen als geplant und durch den Überschuss neue Mittel zugeführt.

Aktuell hat Eching damit 9,2 Millionen Euro auf den Konten. Der Schuldenstand beträgt 7,4 Millionen Euro. Gravierende Veränderungen gab es im Investitionshaushalt, wo geplante Grundstücksverkäufe im Wert von über 13 Millionen Euro nicht realisiert wurden.

Zum einen waren das geplante Veräußerungen für Wohnungsbau östlich der Böhmerwaldstraße, was auf 2021 verschoben wurde; zum anderen fehlen die kalkulierten Mittel aus Baulandverkäufen im Wohnbaumodell, die durch die Kehrtwende hin zur ausschließlichen Vergabe in Erbpacht nicht mehr erzielt werden.

Trotz dieser Reduzierung der Umsätze im Vermögenshaushalt war der Gesamtetat der Gemeinde mit 56,7 Millionen Euro der Rekordhaushalt in der Echinger Geschichte; bisherige Spitzenreiter waren 2010 und 2017 mit jeweils über 48 Millionen Euro, 2019 waren 44,8 Millionen Euro bewegt worden.

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