Lesermail zum Artikel „Umgehungsstraße in der Sackgasse“

Was sind die Gründe, nicht die bestehende Staatsstraße zu sanieren, und woraus leitet sich die Notwendigkeit einer Umgehungsstraße für Dietersheim ab?

Wer den Verkehrsfluss auf der Ortsdurchfahrt in Dietersheim seit der Corona-Pandemie beobachtet, erkennt, wie deutlich die Anzahl der Autos, die die Ortsdurchfahrt befahren, zurückgegangen ist. Hiermit beziehe ich mich nicht auf die Lockdown-Zeiträume, sondern auf die Zeiträume der Normalisierung.

Wo früher oft ein Stau durch den kompletten Ort war, kann man nun ohne große Probleme aus der Echinger Straße oder der Langen Gasse in den Morgen- oder Abendstunden auf die Hauptstraße abbiegen. Die Integration von Home Office im Alltag vieler Leute hat hier zu einer sehr deutlichen Reduktion des Verkehrs geführt. Eine Verkehrszählung würde schnell Aufschluss darüber bringen, dass eine Umgehungsstraße nicht notwendig ist. Viel Geld und Umweltzerstörung für nichts! Das in Zeiten der Fokussierung unseres Handelns auf den Begriff „Ökologie“.

Aufgrund von Gesprächen mit Einwohnern, denen eine kleine Umfahrung vor die Nase gesetzt werden würde, ist schon seit längerem klar, dass es hier massivsten Bürgerwiderstand geben würde. Es wurden hier schon rechtliche Auskünfte eingeholt. Die Freien Wähler hätten mit einem Bürgerbegehren sehr gute Chancen.

Hier würde sich die Gemeinde für viel Geld Ärger für ein Projekt einkaufen, das am Widerstand der Bürger scheitern würde. Hat die Gemeinde derzeit nicht schon genug Ärger? Streitereien und rechtliche Auseinandersetzungen würden sich über viele Jahre/Jahrzehnte ziehen und am Ende wäre keinem geholfen, außer den Rechtsanwälten, die die Gemeinde wieder viel Geld kosten würden. Den Autofahrern und Anwohnern an der Dietersheimer Ortsdurchfahrt wäre nicht geholfen. Kurz- und Mittelfristig würde der desolate Zustand der Straße fortbestehen.

Eine Sanierung der Dietersheimer Ortsdurchfahrt wäre die zügigste und kostengünstigste Variante.

Grüße
Renate Koch

Ein Lesermail

  1. Sehr geehrte Frau Koch,

    Sie haben die Problematik sehr gut auf den Punkt gebracht. Eine Umgehungsstraße für Dietersheim ist spätestens seit Corona und dem damit verbundenen starken Rückgang des Durchfahrtverkehrs überhaupt nicht mehr notwendig. Hiervon kann sich jeder Gemeinderat am Morgen oder Abend ein Bild machen und den Verkehrsfluss beobachten.

    Daher der Appell, keine weitere Zeit in unnötige Diskussionen über eine Umgehungsstraße im Gemeinderat zu investieren und nicht Geld in Gutachten und Planungen zu verbrennen, sondern die bestehende Staatsstraße zeitnah zu sanieren. Den Gemeindefinanzen, den Bürgern und vor allem auch der Umwelt zuliebe. Zusätzliche Straßenprojekte, die den Steuersäckel viel Geld kosten und aufgrund fehlender Auslastung Flächen unnötig versiegeln, braucht heutzutage keiner mehr.

    Mit freundlichen Grüßen
    Egon Huber

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