Zuwendungen für Musikschule sind nicht versiegt

In den zwei Lockdown-Jahren 2020 und 2021 hatte der Förderverein Musikschule keinerlei Veranstaltungen, bei denen Einnahmen generiert werden hätten können. Dennoch berichtete Vorsitzende Sybille Schmidtchen bei der Hauptversammlung, dass der Musikschule für 8486 Euro Geräte besorgt wurden.

Verantwortlich dafür sei „ein beträchtliches Spendenaufkommen“ gewesen. Angeschafft wurden drei Quint-Fagotte, zwei Flöten und neun Instrumente in mehrfacher Ausführung für das Instrumentenkarussell, das Kindern die Gelegenheit bietet, eine Vielzahl von Instrumenten innerhalb eines Musikschuljahres zu erforschen und auszuprobieren.

Der stellvertretende Leiter der Musikschule, Thomas Innerebner, erläuterte die neue Wunschliste des Hauses. Benötigt würden zwei Camcorder mit Zubehör, eine Bass-Zauberharfe und eine weitere mobile Ballettstange.

Bei außertourigen Neuwahlen wurde Günter Dettloff zum neuen Kassier gewählt, die bisherige Schatzmeisterin war zurückgetreten. Den Vorstand bilden nun: (v. li.) Zweiter Vorsitzender Werner Pichl, Schriftführerin Sabine Reichhardt, Vorsitzende Sybille Schmidtchen und Schatzmeister Günter Dettloff.

Ein Lesermail

  1. Eching, das Barcelona Oberbayerns, Parteienfinanzierung und Rücktritte

    Unlängst fuhren wir von Dietersheim zur Fischzucht Nadler, um dort ein paar Forellen für die bei uns an Ostern regelmäßig einfallende Verwandtschaft einzukaufen. Nach Überqueren der Unteren Hauptstr. in Eching fuhren wir dazu auf der Paul-Käsmaier-Straße, als uns in Höhe der Mittelschule Eching linker Hand insgesamt 8 (in Worten acht!) Mosaikstelen auf dem linken Seitenstreifen auffielen.

    Nach Überqueren der Brücke über die S-Bahn sahen wir allerdings an der Kreuzung zur Führholzner Straße weitere 4 Mosaikstelen, welche eine künstlerisch höchst wertvolle Sitzbank umgaben. Wir haben so unsere Zweifel, ob sich auf diese Bank direkt an einer viel befahrenen Straße im Gewerbegebiet jemals jemand hinsetzt.

    Derart sensibilisiert fielen uns in Folge viele weitere derartige Kunstwerke in Eching auf und man kann ohne Übertreibung sagen, vergleichbare Arbeiten sind allenfalls im Parc Güell in Barcelona (Künstler dort Antoni Gaudí) oder an der Sagrada Família zu finden. Eching kann deshalb mit Fug und Recht als das Barcelona Oberbayerns bezeichnet werden.

    Man frägt sich aber, welche Motivation für das Aufstellen derart vieler Mosaikkunstwerke bei der Gemeinde vorhanden ist. Ein kurzer Blick auf die Geschichte der Stelen erklärt dies vielleicht. Die ersten Stelen wurden als Integrationsprojekt für die 2015 -2016 nach Deutschland geflüchteten Asylbewerber hergestellt. Beim Fest der Kulturen „Eching international“ ist im Sommer als Gemeinschaftswerk eine Mosaiksäule entstanden. Als Symbol für Echinger Offenheit und Vielfalt wurde diese Säule von der Gemeinde in der Glasfront der Musikschule zur Hauptstraße hin aufgestellt.

    Die über zwei Meter hohe Stele der Nationen sei „eine wunderschöne Erinnerung an das erste Fest der Kulturen“ und darüber hinaus „ein Symbol der Zusammenführung“, so Dr. Sybille Schmidtchen, die 1. Vorsitzende des KulturForums, des Fördervereins der Musikschule sowie 2. Vorsitzende der VHS Eching,. Weitere Vorstandsmitglieder des KulturForums sind übrigens die zurückgetretene 2. Bürgermeisterin Frau Stephanie Malenke und der neue SPD-Fraktionsvorsitzende Herr Herbert Hahner als Schatzmeister, welcher das Amt des Schatzmeisters ja auch bei der SPD Eching ausübt. 2. Vorsitzender des Fördervereines der Musikschule ist Herr Werner Pichl. Ihnen allen gemeinsam ist das Parteibuch der SPD.

    1. Vorsitzender der VHS Eching ist übrigens der „liebe Sebastian“, welcher sich diese Tätigkeit mit 51 € mtl. vergüten lässt. Wir schrieben bereits einmal über die Echinger Oligarchie.

    Verantwortlich für die Herstellung der wundervollen Mosaikobjekte ist federführend die Frau des Altbürgermeisters und Ehrenbürgers von Thalers Gnaden Dr. Rolf Lösch, gleichfalls SPD, welche ihre Objekte auch unter glascreation.de zum Verkauf anbietet. Ihrer sozialen Gesinnung wegen kann Frau Margret Lösch ja kaum die Erlöse solcher Verkäufe in die eigene Tasche stecken, sondern hat diese sicherlich gespendet. An wen, können wir nur vermuten.

    Um jedem Verdacht vorzubeugen: Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern ist sehr wichtig und außerordentlich löblich, weshalb wir auch die sofortige Arbeitserlaubnis für die nunmehr flüchtenden Ukrainer für sehr sinnvoll halten.

    Die oben genannten Personen, welche identisch sind mit den letzten Getreuen des „lieben Sebastians“, lassen aber den Verdacht einer versteckten Begünstigung bestimmter Personen oder Organisationen durch Gemeindegelder aufkommen. Dass einem solch ein Verdacht in den Sinn kommt, liegt einzig und allein an der Vorgeschichte und den zahlreichen Skandalen um den Bürgermeister. Die Rücktritte zahlreicher Personen in Gemeinde, SPD, aber auch Förderverein sind ein weiteres Indiz dafür, dass auch zahlreiche der führenden Genossen nicht mit der „Echinger Praxis“ einverstanden sind und sich deshalb zurückgezogen haben. Einige dieser Rücktritte hatten wir im Übrigen vorausgesagt und auch als erste über die Veränderungen der Homepage der SPD berichtet, einschließlich der Verbannung von Herrn Thaler von derselben.

    Auf der Rückfahrt nach Dietersheim fiel uns erleichtert auf, dass in unserem Ortsteil keine einzige dieser wunderbaren Mosaikstelen zu finden ist. Welch ungenutztes Potential für die „Kulturschaffenden“.

    Annette und Dr. Andreas Erb

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