Der Kultur verpflichtet, nicht Parteien

Nach der Ablehnung des KulturForum-Beitrags zum Gemeindejubiläum und manchen darauf folgenden Kommentaren in online-Foren und hier auf der echinger-zeitung.de hat sich nun das KulturForum zu Wort gemeldet. Der Verein erklärt seine Entstehung und Entwicklung als überparteiliche Einrichtung zur Korrdination und Förderung der örtlichen Kultur.

„Kultur ist in einem Ort wie Eching vielschichtiger, als es im Sachgebiet eines Rathauses angesiedelt werden kann“, heißt es in der vom Vorstand des KulturForums gezeichneten Erklärung. Der Verein verstehe sich „als anregende Kooperation bei der Planung kultureller Ereignisse“. So sei das auch bei der Planung des Jubiläumsfestes vorgesehen gewesen.

Insbesondere wird in der Darstellung betont, dass Projekte des Vereins für die Allgemeinheit schon unter Bürgermeister Josef Riemensberger durchaus mit Mitteln aus dem Rathaus unterstützt worden seien. Die Konstruktion parteipolitischer Zusammenhänge sei daher völlig verfehlt.

Riemensberger habe etwa – ohne Gemeinderatsbeschluss – aus seinen Verfügungsmitteln das erste große Vereinsprojekt „Eching International“ im Sommer 2016 mit einem Zuschuss von 12.000 Euro unterstützt.

Mit den Bank-Events des KulturForums hätten mehr als 20 Betriebe und Geschäftsleute, Privatpersonen und Vereine der Gemeinde Bänke im Wert von weit mehr als 30.000 Euro gespendet.  

Daher sei es „äußerst bedauerlich und auch bedenklich, wenn ein ehrenamtliches Gremium missbraucht wird, um persönliche Animositäten auszutragen“, heißt es in der Stellungnahme, die hier im Wortlaut steht.

2 Lesermails

  1. Bildungsauftrag einer Kuturschaffenden und Entsetzen über Umgangsformen

    Manchmal können Gewohnheiten sehr manifest sein. Belehrungen sind in der Schule ggfs. angebracht, doch die „die beiden“, wie wir hier tituliert werden, sind keineswegs 14-jährige Hauptschüler*innen.
    Auch wäre es interessant, zu erfahren, ob der Brief wirklich im Namen des Kuturvereins geschrieben wurde oder das solitäre Werk von Fr. Schmidtchen ist.

    Wenn sich Frau Schmidtchen bitter über Umgangsformen beklagt, so erinnern wir gerne an die 2-Zeiler von Frau Schmidtchen (https://echinger-zeitung.de/2022/03/14/lesermail-zum-artikel-solidaritaet-mit-der-ukraine-2, https://echinger-zeitung.de/2021/11/25/lesermail-zum-artikel-ein-drama-ohne-ende-21), die überaus intelligent-subtilen Zuschriften von Herrn Benjamin Wutz (z. B. https://echinger-zeitung.de/2022/02/16/lesermail-zum-artikel-seiffert-scheidet-aus-gemeinderat-aus-15, https://echinger-zeitung.de/2021/11/30/lesermail-zum-artikel-appell-zur-maessigung-3) oder auch den Leserbrief des SPD-Beisitzers Herrn Neumann, der uns in eine rechte Ecke stellen wollte.

    Unsere Leserzuschriften waren stets scharf, haben aber keine Beleidigungen enthalten.

    Falls Sie, Frau Schmidtchen, mit uns reden wollen: Wir sind einfach im Telefonbuch oder auch persönlich in Dietersheim zu finden.

    Uns geht es darum, dass ein Bürgermeister eine Verantwortung für eine Gemeinde tragen sollte und sich dieser Verantwortung bewusst sein sollte. Wenn er das nicht will oder kann, darf man auch vorzeitig das Amt beenden. Dies ist für die Gemeinde besser.

    Auch ein Gemeinderat trägt für seine Tätigkeit Verantwortung. Es gibt Handlungen und Konsequenzen, gemessen werden wir alle an Handlungen und nicht an schönen Worten.

    Ein Gemeinderat sollte also genau überprüfen, ob die Entscheidungen, die er trifft, wirklich den Bürger*innen dienen oder einzelnen Interessen.

    Dies ist nicht immer einfach, aber deshalb nimmt man manchmal Berater*innen. Man gibt aber nicht vor, wie das Ergebnis aussehen soll (Ortsumgehung Dietersheim).

    Man sollte auch Unrecht erkennen (Auseinandersetzung Baggersee).

    Man sollte auch in heutigen Zeiten, wo Energiegewinnung und -sparen existentiell wichtig sind, Bebauungspläne ändern (Vorgegebene Nordabflachung von Dächern, die Photovoltaik fast wirkungslos machen) und nicht aus Bequemlichkeit bestehen lassen.

    Wir erwarten vor allem von einem Bürgermeister und dem ihn unterstützenden, aber auch kontrollierenden Gemeinderat schnelles und fundiertes Handeln in diesen sich rasant verändernden Zeiten. Und dies sehen wir nicht in dem Maße, wie wir uns das wünschen.

    Annette und Dr. Andreas Erb

  2. Kultur und Politik sind eng miteinander verknüpft, eine Trennung ist nicht möglich.

    Wer missbraucht das Ehrenamt? Doch nicht Gemeinderatsmitglieder, die einen Antrag ablehnen. Das Ehrenamt wird von einem Bürgermeister, der sich bei den Steuergeldern bedient, herabgewürdigt.

    Da muss man sich nicht wundern, dass sich viele ehrenamtlich Tätige von der Gemeinde abwenden. Es gibt nicht nur das KulturForum, sondern knapp 100 Vereine in Eching, die keine Spenden aus Steuermitteln erhalten.

    Wer veranstaltet denn eine 1250-Jahrfeier, die Gemeinde, und dafür gibt es kein Konzept und auch keinen Kostenrahmen.

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