Alternativvorschlag Kreuzung

Durch einen Artikel von Herrn Bachhuber in der SZ vom 5. August bin ich wieder auf das Thema Ampel Paul-Käsmaier-Str./Untere Hauptstr. aufmerksam geworden.

Wenn man sich die Zahlen in diesem Artikel ansieht, erkennt man, dass die Probleme dieser Ampelkreuzung durch meinen Vorschlag (in grün plus Skizze), den ich dem Rathaus im November übermittelt habe, großenteils genauso beseitigt werden wie in der für 1,4 Mio. € geplanten Lösung.

Änderungen:
– statt Linksabbieger-Spur + Geradeaus-/ Rechtsabbieger-Spur
eine separate Rechtsabbieger-Spur mit Rechtsabbieger-Ampel + Geradeaus-/ Linksabbieger-Spur

– Rechtsabbieger-Ampel parallel mit Linksabbieger-Ampel Paul-Käsmaier-Str. mit 5 bis 10 Sekunden längerer Phase als Ist-Zustand zu Lasten der Hauptstraße.

Der Rückstau von den beiden Ampeln vor und hinter der Autobahn (BAB) muss in der geplanten Lösung genauso wie in meinem Vorschlag anders gelöst werden.

Die Fa. Swarko hat im November die Steuerung der Ampel vor der BAB so korrigiert, dass die Ampel auf „grün“ schaltet, sobald keine Linksabbieger mehr von Neufahrn kommen. Danach gingen die Staus deutlich zurück.

Leider hat die Korrektur nur ein paar Monate Bestand gehabt. Da dies zum wiederholten Mal vorgekommen ist, muss m. E. statt der Kamera (die wohl sehr anfällig für Fehler ist) eine zweite Induktionsschleife ca. 10 m vor der Haltelinie installiert werden. Dann wird das Leeren der Linksabbiegerspur besser erkannt und die Steuerung arbeitet problemlos.

Das gleiche müsste auch an der Ampel hinter der BAB realisiert werden, damit sich die Fahrzeuge, die von der BAB als Rechtsabbieger Richtung Neufahrn fahren, nicht zurückstauen und das Problem vergrößern.

Als letztes halte ich für geboten, die Zeit, die für das Räumen der Linksabbieger aus Richtung Neufahrn vorgesehen ist, zu reduzieren. Viele Fahrzeuge aus Richtung Neufahrn drängen auch bei „roter“ Ampel noch in die Kreuzung, da jeder weiß, dass der Gegenverkehr aus Eching kommend noch lange kein „grün“ bekommt. Dadurch verzögert sich der Start an der Ampel deutlich, was den Rückstau noch verlängert.

Ich halte die geplante Lösung aus folgenden Gründen nicht für wünschenswert:

1. Die Fußgängerampel an der Ostseite muss entfallen, da sie über fünf Fahrspuren geht.

2. Ich erkenne bisher für die Radlfahrer aus Dietersheim keine sichere Lösung.

3. Der Schwerverkehr aus der Paul-Käsmaier-Str., der geradeaus oder rechts möchte, muss um die stehenden Linksabbieger herumfahren, was bei den engen Verhältnissen kaum möglich ist.

4. Löst die Probleme nur in Verbindung mit einer Reduzierung des Rückstaus von der BAB-Brücke. Dies ist in der Planung meiner Kenntnis nach nicht beinhaltet.

5. Es müssen auf der Südostseite drei wertvolle alte Bäume gefällt werden.

6. Es werden weitere Flächen ohne Not versiegelt.

Ich hoffe, dass die Gemeindeverwaltung trotz der im Planungsverfahren fortgeschrittenen Zeit die Planung nochmals kritisch betrachtet und zu einer weniger einschneidenden Lösung kommt.

Freundliche Grüße
Norbert Lichtenfeld

Ein Lesermail

  1. Wir wohnen an dieser Kreuzung. Da ist das Problem nicht. Das Problem ist Richtung Neufahrn, wo alles weit bis Kreuzhof sich staut wegen der Ampel, die langzeitlich auf „Rot“ ist. Wäre da ein Kreisverkehr, wären von beiden Seiten wenige Staus.

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