Einmal mehr sieht das Rathaus Probleme mit einem Bauvorhaben, dass die verfügbare Fläche radikal ausnutzt. An der Oberen Hauptstraße soll eine nominell für Studenten gewidmete Wohnanlage mit 37 Metern Länge und 13 Metern Tiefe entstehen.
Das Volumen sei angesichts der bestehenden Gebäude im Umgriff vertretbar, urteilte das Gemeindebauamt. Allerdings muss der Block in dieser Dimension fast bis an den Gehweg reichen. Der Abstand betrage teilweise unter einem Meter, heißt es aus der Behörde.
Damit werde die Straßenflucht massiv beeinträchtigt. Alle anderen Gebäude an der Straße wiesen deutlich größere Abstände auf.
Mit 9:1 Stimmen hat der Planungsausschuss des Gemeinderats entschieden, die Bebauung grundlegend mit einem Bauleitplan zu regeln. Der Bauantrag liegt damit ein Jahr aus Eis. Während der Bearbeitungsphase sollen mit dem Bauherrn Möglichkeiten erörtert werden, das Projekt anders zu positionieren.