Lesermail zum Artikel „Kunst am Huberwirt“

M. E. beschämend, dass ein 2020 von der Gemeinde Eching für über 5 Mio. € gekauftes ehemaliges Hotel jetzt als Fassade für ein paar Kunstwerke dient. Über die Kunstwerke selbst will ich nicht urteilen.

Dass ausgerechnet (Noch-)Bürgermeister Sebastian Thaler sich bei der Präsentation der Kunstwerke mit ablichten lässt, kann man getrost unter der Rubrik „Realsatire“ abhaken.

Zur Erinnerung: Erst nach dem Kauf der Immobilie (nach mehrheitlichem Gemeinderatsbeschluss im Jahr 2020) wurde von einem Gutachter 2021 festgestellt, dass dort offensichtlich erhebliche Brandschutzmängel vorhanden sind, die dazu führten, eine weitere Nutzung des Gebäudes (z. B. als Verwaltungs- oder VHS-Gebäude oder als Unterkunft für Obdachlose oder Kriegsflüchtlinge) bis auf Weiteres unmöglich zu machen (die lokalen Medien berichteten seinerzeit darüber).

Zum Vergleich: Welcher halbwegs vernünftige Mensch kauft einen Gebrauchtwagen, ohne den technischen Zustand des Fahrzeugs vorher zu kennen? Andernfalls kauft man „die Katze im Sack“.

Fazit: Die jetzt am „Huberwirt“ außen angebrachten Kunstwerke sind zwar dekorativ, aber eher ein Armutszeugnis für unsere Gemeinde. Man kann öffentliche Stellflächen für derartige Kunstwerke auch für deutlich weniger als 5 Mio. € käuflich erwerben. Da helfen jetzt auch keine „schlauen“ Sprüche der KulturForums-Vorsitzenden Dr. Sybille Schmidtchen.

Ich gehe fest davon aus, dass bei dieser Kunstaktion am ehemaligen „Huberwirt“ die „Glaser Galerie“ (Geschäftsführer: Thalers Schwager Frederic Glaser) nicht erneut finanziell beteiligt war (zur Erinnerung: https://echinger-zeitung.de/2021/11/15/gemeinde-auftraege-fuer-den-schwager).

Guido Langenstück

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