Lesermail zum Artikel „Kunst am Huberwirt“

Niedergang und Schönfärberei in einer Gemeinde

Leerstehende Gebäude mit vernagelten Fenstern in Ortsmitte sind seit jeher Zeichen des Niedergangs und des Zerfalls von Städten und Gemeinden. Beispiele findet man genügend in den östlichen Bundesländern, aber auch in zahlreichen Kommunen im Westen. Viele von diesen haben mit großen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, teilweise durch den Wegfall von Schlüsselunternehmen und Industrien.

Eching gehört nicht zu diesen Gemeinden, welche durch Strukturreform und Wegzug von Industrien in Schwierigkeiten geraten sind. Größere Industrie ist gar nicht vorhanden und die Gewerbestruktur ist vielfältig.

Trotzdem haben wir im Ortskern ein großes leerstehendes Gebäude, welches keinerlei Nutzung hat, und es gibt auch kein ernstzunehmendes Konzept für eine Nutzung. Etwaige Ideen für die Nutzung werden aufgrund von Brandschutzargumenten verhindert, aber auch ein Sanierungskonzept fehlt. Neben dem Kaufpreis von etwa 5 Millionen Euro fallen jährlich Bauunterhaltskosten in unbekannter Höhe an.

Nun wurden also von der selbsternannten Kuratorin der Gemeinde Eching die Fensterhöhlungen des ehemaligen Huberwirts vernagelt und mit Kunstdrucken gefüllt – um, wie sie sagt, „den alten Huberwirt zu einem weiteren Ort für Kunst in Eching und Kunst aus Eching zu machen und ihm eine neue Aura zu geben“.

Werte Frau Dr. Schmidtchen, mit dem Anbringen von Kunstdrucken in den vorher unauffälligen Fensterlaibungen weisen Sie ausdrücklich auf den Leerstand hin. Eine Verschönerung ist dies nicht, passt aber bestens zum durch die Abholzung der Bäume und die vermüllte Tauschhütte verunstalteten Stachus.

Die Verschwendung von Steuergeldern für dieses unmotiviert gekaufte Gebäude ohne Nutzungsplan ist in Zeiten finanzieller Knappheit und Wohnungsnot völlig unverständlich und eine weitere der Thalerschen Fehlleistungen.

Ihre Aktion, welche wohl zur Stimmungsmache für die SPD und den vorbestraften Bürgermeister dienen sollte, ist recht durchsichtig und mit der kommenden Kommunal- und Bürgermeisterwahl zu verstehen. Anstatt sich von dem vorbestraften Bürgermeister zu distanzieren, halten Sie immer noch sein Fähnlein hoch. Es wird interessant werden, welchen Kandidaten die SPD und die „Bunten“ bei der Bürgermeisterwahl wohl unterstützen.

Herrn Langenstücks Leserbrief enthielt keinerlei Hetze gegen das Echinger KFA, insofern gibt es da nichts, was Sie sich verbitten könnten.

Annette und Dr. Andreas Erb

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