Mit dem Fahrrad durch das Gewerbegebiet Ost zu kommen, soll etwas erleichtert werden. Neufahrn und Eching haben sich dort auf ein gemeinsames Radkonzept verständigt, das nach Einschätzung von Bürgermeister Sebastian Thaler zwar „definitiv nicht optimal“ sei, aber immerhin „pragmatisch“.
Dem Vorrang des Gewerbeverkehrs wird weiterhin Rechnung getragen, aber für Radler soll etwas mehr Sicherheit und Fahrgelegenheit geschaffen werden. Dazu gibt es künftig sogar zwei Routen: entlang der Dieselstraße mitten durch das Gewerbegebiet und auf der Freisinger Straße parallel zur Staatsstraße.
Entlang der Dieselstraße gibt es nur einen gemeinsamen Geh- und Radweg auf der nördlichen Straßenseite, den Radfahrer auch noch für beide Fahrtrichtungen nutzen müssen. Jetzt soll an der Südseite der Fahrbahn ein 1,5 Meter breiter Schutzstreifen markiert werden, so dass sich der Radverkehr zumindest nach Fahrtrichtungen entzerren könnte.
Auf der anschließenden Ludwig-Erhard-Straße in Neufahrn gibt es an der südlichen Straßenseite dann sogar einen eigenen Radweg, an der Nordseite einen Schutzstreifen auf der Fahrbahn neben dem Gehweg. Mit dieser neuen Option sollen die Fahrtrichtungen für Radler ausdrücklich getrennt und Begegnungsverkehr damit ausgeschlossen werden.
Auf der Freisinger Straße gibt es weiterhin Mischverkehr zwischen LKW, Autos und Fahrrädern auf der Straße – allerdings wird den Sicherheitsansprüchen der Radfahrer durch eine Reduzierung des Tempolimits auf 30 km/h getragen. An der Gemeindegrenze wird die Querung der Oskar-von-Miller-Straße mit einer eigenen Radquerung inklusive Ampel erleichtert.
Über die Kirchhoffstraße werden Nord- und Südachse verbunden. Hier gilt bereits Tempo 30 km/h, so dass Fahrräder hier auf der Straße fahren sollen. An allen Strecken werden die Radwege über Grundstückszufahrten auffällig markiert.
Für diese Maßnahmen werden für Eching Kosten von 353.000 Euro geschätzt. Mit 18:5 Stimmen billigte der Gemeinderat die Planung.
Dagegen sprach sich die CSU aus, für die eine Ertüchtigung der Dieselstraße genügt hätte. Die Optimierung auch der Freisinger Straße sei überflüssig“, fand ihr Sprecher Georg Bartl, „der Radfahrer erwartet dort nichts“. Aus dem Gemeindebauamt hieß es freilich, nach Verkehrszählungen werde derzeit von Radfahrern die Freisinger Straße genau so stark frequentiert wie die Dieselstraße.