Rund zwei Dutzend Exponate Echinger Fotomotive von Ulrike Wilms sind gerade im ASZ ausgestellt. Und auch wenn die Fotokünstlerin als Reporterin seit Jahren allseits bestens bekannt ist, hat sie für die Ausstellung keine Pressebilder versammelt, sondern – im Pressejargon – Schmuckbilder.
Die Motive aus Eching seien „Naturgemälde“, charakterisiert sie Wilms selbst, „die besondere Stimmungen, Sonderheiten, Perspektiven einfangen, Augen-Blicke auf das Gewohnte, dessen Schönheit und Faszination oft übersehen wird“.
Die Präsentation reicht von DIN-A4-Formaten bis zur großen Collage 1,40 x 1,05 Meter. Als „geübter Amateur“ hat Wilms schon mehrfach Bilder öffentlich präsentiert, die Schau im ASZ ist freilich ihre erste Solo-Ausstellung.
Mit zehn Jahren habe sie ihre erste Kamera geschenkt bekommen, erinnert sie sich; ihr Vater war ambitionierter Hobbyfotograf. Mit Beginn ihrer journalistischen Tätigkeit seit Anfang der 1990er Jahre hat sie ihre Artikel immer wieder mit der Kamera auch illustriert. Dazu kamen Familienbilder, Urlaubserinnerungen und -impressionen.
Ihr Interesse an Farben, Formen, Strukturen, Veränderungen, Licht und Schatten in Natur und Landschaft verdichtete sich dann in diversen „Postkartenmotiven“ über ihre Wahlheimat Eching. Tatsächlich hat sie auch schon mehrere Postkarten über den Ort gestaltet und sie verfügt mittlerweile sicherlich über eines der größten Fotoarchive über Eching.
Beim Aufkommen der Digital-Fotografie gehörte sie zu den ersten, die das neue Medium nutzten – seinerzeit noch belächelt von den Profikollegen… Mittlerweile fotografiert sie fast ausschließlich mit dem Handy.
Die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des ASZ ist noch bis 12. September zu sehen.
