Auf den geschützten Heideflächen des Münchner Nordens sind ehrenamtliche Naturschutzwächter im Einsatz, um die Einhaltung von Schutzbestimmungen zu sichern und um als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Dabei handeln sie zum einen im Auftrag der unteren Naturschutzbehörden im staatlichen Naturschutzdienst; zum anderen aber informieren sie auch Erholungssuchende über die Zusammenhänge in der Natur und zum richtigen Verhalten im Umgang mit Flora und Fauna.
„Wir setzen auf Kooperation statt Konfrontation“, sagt Dr. Sigi Lechner, einer der Naturschutzwächter: „Wer Fragen hat oder unsicher ist, wie man sich im Schutzgebiet richtig verhält, kann uns jederzeit ansprechen.“
Nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz sind die Wächter mit besonderen Befugnissen ausgestattet. So dürfen sie etwa Personen anhalten und befragen, sich Ausweise vorzeigen lassen, Verstöße dokumentieren und anzeigen und Platzverweise erteilen, wenn dies zum Schutz der Natur notwendig ist.
Die einfachsten Regeln auf den Heideflächen sind: Auf den Wegen bleiben, Trittspuren zerstören empfindliche Vegetation. Hunde anleinen zum Schutz von Bodenbrütern und Wildtieren. Keine Pflanzen pflücken oder Tiere stören. Keinen Müll hinterlassen, Abfälle gefährden Tiere und verunreinigen den Boden. Feuer, Grillen und Rauchen unterlassen, es besteht akute Brandgefahr in der offenen Landschaft.
Die Naturschutzwächter tragen in der Regel eine einheitliche grün-braune Dienstkleidung mit dem Aufdruck „Naturschutzwacht Bayern“, eine Dienstplakette sowie einen Dienstausweis.