Lesermail zum Artikel „Kein Bedarf, aber ein Rechtsanspruch“

Mag ja sein, dass die Gemeindeleitung und die große Mehrheit im Bauausschuss im GR keinen Bedarf für eine weitere Flüchtlingsunterkunft sehen. Die Ablehner sollten allerdings bedenken, dass um uns herum zwei große Kriege toben (Ukraine und Gaza-Streifen), bei denen nicht absehbar ist, wie lange sie noch andauern und welche Migrationsströme nach Europa sie noch auslösen.

Darum darf vermutet werden, dass die Entscheidungsträger im LRA Freising und in der Bezirksregierung etwas vorausschauender denken als unser (Noch-)Bürgermeister und die GR-Mitglieder.
Mir machen Flüchtlinge keine Angst (ich kümmere mich seit 3 Jahren um in Günzenhausen untergebrachte UkrainerInnen und gelegentlich auch um Flüchtlinge in der Oskar-von-Miller-Straße im Gewerbegebiet Eching-Ost).

Diejenigen, die die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen bei uns grundsätzlich ablehnen, sollten dann konsequenterweise auch nicht mehr Weihnachten feiern. Zur Erinnerung: Jesus Christus war mit seinen Eltern Maria und Josef lt. Bibel damals auf der Flucht, weil König Herodes alle Knaben umbringen lassen wollte, weil ihm zu Ohren gekommen ist, dass Jesus der neue König der Juden sei (was seine hierarchische Stellung in Israel gefährdet hätte).

Im Übrigen empfehle ich den Ablehnern einer neuen Flüchtlingsunterkunft, Art 16a GG zu lesen. Deshalb hoffe ich, dass sich das Landratsamt mit seiner Bauabsicht in der Fürholzener Straße durchsetzt.

Damit kein Missverständnis aufkommt: Asylanten, die sich nicht an unsere Gesetze halten, gehören sofort in ihre Heimatländer abgeschoben (was bis dato leider nicht konsequent geschieht).

Guido Langenstück

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