Gegen die geplante Container-Siedlung für Asylbewerber an der Fürholzer Straße gibt es nun auch eine Bürgerbewgung. In einer online-Petition wird vom Landratsamt gefordert, die Pläne nicht zu genehmigen.
Die Initiative deckt sich dabei mit der Ansicht im Rathaus, das die geplante Anlage ebenfalls schon zweimal abgelehnt hat. Das Landratsamt sieht die vorgesehene Aufstellung von Containern für 234 Personen jedoch baurechtlich als zulässig und hat die Genehmigung über die Köpfe des Gemeinderats hinweg angekündigt.
Die Petition gegen die Genehmigung argumentiert wie die Gemeinde, dass Eching „bereits seit Jahren überdurchschnittlich hohe Lasten bei der Unterbringung von Asylsuchenden trägt. Die vorhandene soziale Infrastruktur ist stark beansprucht und kann zusätzliche Belastungen nicht mehr auffangen.“
Nach Aussagen aus dem Rathaus gebe es bis jetzt auch keinerlei Pläne der zuständigen Behörden, die geplante Unterkunft auch anzumieten.
Eine Großunterkunft mitten in einem gewachsenen Wohngebiet beeinträchtigt die Nachbarschaft, verändert das Ortsbild und kann den Immobilienwert mindern. Das ist Punkt vier der Petition und gibt meiner Meinung nach den wahren Grund preis.
Eine gewachsene Nachbarschaft will halt lieber keine Fremden. Die Unterkunft unmittelbar auf der Grenze nach Neufahrn ist maximal vom Ort entfernt, das passt schon, aber im (auf dem in Google Maps als Gewerbegebiet gekennzeichneten) Wohngebiet geht das nicht. Weil… die Häuser und Wohnungen verlieren ihren Wert.
Danke für das, was ich vermutet habe.
Die entscheidende Frage ist, ob es tatsächlich Bedarf für eine weitere Flüchtlingsunterkunft in Eching gibt. Das können ausschließlich die Leute im Asylreferat beim Landratsamt Freising beantworten.
Das LRA ist an die Zuweisungen von neuen (Kriegs-)Flüchtlingen durch die Regierung von Oberbayern gebunden und verteilt sie im ganzen Landkreis. Die Regierung von Oberbayern verteilt die Flüchtlinge nach dem sog. „Königsteiner Schlüssel“ (der kommt deutschlandweit zur Anwendung).
Daher ist es unmaßgeblich, wie die Gemeindeverwaltung oder irgendwelche Petitions-Initatoren dazu stehen, weitere Flüchtlinge in Eching aufzunehmen oder nicht.
Ich werde den Verdacht nicht los, dass hier mit Scheinargumenten versucht wird, Flüchtlinge in Eching grundsätzlich nicht willkommen zu heißen. Natürlich brauchen Flüchtlingskinder einen Kita-Platz und eine Schulausbildung. Das kostet Geld (exakt: Steuergelder). Aber sind wir tatsächlich so verarmt, dass nicht auch dieses Problem, den guten Willen aller Beteiligter vorausgesetzt, konstruktiv gelöst werden könnte?
Tja, Herr Thaler, hätten Sie sich mal darum gekümmert, dass der ehemalige „Huberwirt“ brandschutztechnisch und statisch ertüchtigt wird, könnte man auch dort Flüchtlinge und eine Kita für Flüchtlingskinder unterbringen. Über 5 Jahre Leerstand ist jedenfalls keine gute Lösung für das ehemalige Hotel „Huberwirt“ in der Ortsmitte (unabhängig vom finanziellen Aspekt dieser teuren Fehlinvestition durch die Gemeinde).