‚Sachliche und zukunftsorientierte Arbeit‘

In ihrer Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl sieht die SPD „einen Querschnitt durch die Bevölkerung unserer Gemeinde abgebildet“. Die Mitglieder haben am Mittwoch im ASZ die Liste mit 12 Kandidaten nominiert, so dass jeder Bewerber auf dem Wahlzettel zweimal genannt wird.

Dies sei „ein SPD-Team mit Klasse statt Masse“, kommentieren die Genossen die Reduktion. Hervorgehoben wird von der SPD, dass „Männer und Frauen fast paritätisch vertreten sind, junge Menschen in der Berufsausbildung sind dabei, genauso wie mitten im aktiven Arbeitsleben stehende, aber auch lebenserfahrene im Rentenalter“.

Auch Nicht-Parteimitglieder kandidieren unter der Fahne der SPD. „Diese vielfältigen Kompetenzen bieten eine belastbare Basis für eine gute, sachliche und zukunftsorientierte Arbeit im Gemeinderat“, wirbt die Partei.

Von den fünf amtierenden Ratsmitgliedern treten vier wieder an, einzig Gabriele Wucholt wird Ende April 2026 mit dem Ende der Wahlperiode aufhören. Listenführer ist Gemeinderat Julian Morgenroth, gefolgt von der Stellvertretenden Ortsvorsitzenden Peggy Spirk. Bürgermeisterkandidat Victor Weizenegger bewirbt sich nicht um ein Gemeinderatsmandat.

Ein Teil der Kandidaten bei der Nominierung: (v. li.) Herbert Hahner, Peggy Spirk, Versammlungsleiter Carsten Seiffert, Barbara Ramstötter, Vincent Blank, Judith Ochs, Julian Morgenroth und Heidrun Hammann.

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Ein Lesermail

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    „Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.“
    Mit diesem Satz beschreibt Konfuzius eine Grundhaltung, die für politische Verantwortungsträger bis heute gilt.

    Der Gemeinderat stellt die Vertretung der Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde dar. Herr Julian Morgenroth ist ein gewähltes Mitglied dieser kommunalen Volksvertretung und tritt als Repräsentant der SPD Eching auf. Als Bürger beobachte ich mit Sorge, dass sein öffentliches Auftreten und sein Umgangston nicht dem entsprechen, was man von einem kommunalen Mandatsträger erwarten darf.

    Über einen längeren Zeitraum hinweg kam es zu Situationen und Äußerungen, die ich als persönlich verletzend, respektlos und mit dem Amt eines Gemeinderats unvereinbar empfinde. Die Art der Kommunikation sowie der Umgangston, den Herr Morgenroth in verschiedenen Kontexten pflegt, wirken aus meiner Sicht deutlich überschießend und tragen nicht zu einem sachlichen, demokratischen Austausch in unserer Gemeinde bei.

    Die SPD selbst legt in ihren Verhaltensregeln für Mandatsträger großen Wert auf Vorbildfunktion, Integrität und respektvollen Umgang. In der Präambel heißt es dazu: „Jedes schuldhafte Fehlverhalten einer/eines Einzelnen führt schnell zur pauschalen Diskreditierung aller und schädigt das Ansehen der SPD. Erschüttert wird das Vertrauen in die Politik und damit in unsere Demokratie.“

    Das von mir erlebte und beschriebene Verhalten steht aus meiner Sicht im deutlichen Widerspruch zu diesen selbst gesetzten Maßstäben. Von gewählten Vertreterinnen und Vertretern erwarte ich, dass sie durch ihr Auftreten und ihr Verhalten das Vertrauen in die Demokratie stärken – nicht schwächen.

    Ich halte es daher für notwendig, auf diese Entwicklungen aufmerksam zu machen und eine offene Diskussion darüber anzustoßen, welche Haltung und welchen Umgang wir als Gemeinde von unseren demokratisch gewählten Vertretern erwarten dürfen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Tobias Schlereth

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