Sehr geehrter Herr Langenstück,
Sie monieren die Kosten der Trinkwasserspender und vergleichen sie mit der Menge Wasser, das damit gekauft werden kann. Ich fühle mich auch nicht aufgefordert, Wasserflaschen aus Plastik zu kaufen, deren „Entsorgung“ immer mit Kosten verbunden ist und der Umwelt schadet.
Ich empfinde diese Trinksäulen als einen Service der Gemeinde für ihre Bürger. Gerade bei den immer heftiger werdenden Hitzewellen ist das eine Möglichkeit, die Bürger zu unterstützen, mehr Flüssigkeit zu sich zu nehmen, und das, ohne dass sie im nächsten Laden in Plastik oder Glas abgefüllte Getränke kaufen müssen. Zum Abfüllen passt ein kleines Gefäß in jede Tasche oder jeden Rucksack.
Es steht Ihnen ja frei, diesen Service zu nutzen.
Schöne Grüße
Gisela Duong
Sehr geehrte Frau Duong,
es geht hier wohl eher um die Verhältnismäßigkeit. Man hätte auch Wasserspender an den Außenwänden der Gebäude der Gemeinde anbringen können, sodass keine Fundamente und Grabungen für Wasserleitungen nötig gewesen wären. Dies wäre deutlich kosteneffizienter gewesen.
Nach Aussage des Bürgermeisters bei der Bürgerversammlung in Günzenhausen kommen in der freistehenden Ausführung auch noch monatliche Mehrkosten auf die Gemeinde zu, da die Brunnen monatlich auf Keime geprüft werden müssen. Dies wäre bei einer Anbringung an ein Gebäude nur ein- bis zweimal im Jahr nötig.
50.000 € sind daher sehr viel Geld; einen großen Teil davon hätte man auch anderweitig besser investieren können, z. B. in soziale Projekte oder – wie Herr Gerber geschrieben hat – in weitere Wasserspender in Schulen.
Eching hat leider seit vielen Jahren den Hang, nicht auf einfache Lösungen zu setzen, sondern es darf gern ein wenig ausgefallener sein. Für mich als Bürger und Unternehmer ist das Verschwendung von Steuergeldern.
Wie gestern vom Bürgermeister erwähnt, stehen wir im Vergleich zu anderen Gemeinden noch „gut“ da. Vielleicht sollten wir uns auch darum bemühen, dass es so bleibt, um die Herausforderungen der nächsten Jahre meistern zu können. Ohne liquide Mittel gibt es sonst zwangsläufig weniger Förderung von sozialen, ökologischen und kulturellen Projekten.
Andreas Vierthaler
Sehr geehrte Frau Duong,
damit wir uns nicht missverstehen: Grundsätzlich finde ich die Idee mit den Trinksäulen gut. Mich stören die exorbitant hohen Kosten.
Gemäß dem Bachhuberschen Bericht kostet eine Trinksäule ca. 25.000 € (ohne Folgekosten). Für das Geld könnte die Gemeindeverwaltung z. B. auch ein neues Nutzfahrzeug für den Bauhof kaufen.
Bleibt die Frage, ob vor der Beauftragung des Lieferanten der Trinkbrunnen überhaupt drei Vergleichsangebote eingeholt wurden (wozu der öffentliche Dienst grundsätzlich verpflichtet ist).
Mit freundlichen Grüßen
Guido Langenstück