Lesermail zum Artikel „Vergünstigte Immobilien am Markt“

Zitat: „… Bei den Objekten handelt es sich um 2-, 3-, 4- oder 5-Zimmerwohnungen, die im Wohnbaumodell um 1000 Euro pro Quadratmeter günstiger verkauft werden als auf dem freien Markt. …“

Es wäre schön gewesen, hier zu erfahren, wie hoch der Quadratmeterpreis ohne die 1.000 € Abzug ist. Da der Bauträger eine Werbetafel angebracht hat, auf der der aufgerufene Quadratmeterpreis steht, ist das kein Geheimnis mehr: ab 7.900 €/m². Wohlgemerkt: ab.

D. h., dass selbst nach Abzug der 1.000 € (Förderung für Einheimische durch die Gemeinde) der Quadratmeterpreis immer noch sehr hoch ist. Wie soll sich ein Normalverdiener, der nicht im Lotto gewonnen oder gerade geerbt hat, da noch eine neue Wohnung an der Böhmerwaldstraße leisten können? Darum ist es kein Wunder, dass das Fördermodell der Gemeinde komplett gescheitert ist.

Ob es von der Gemeinde sozial ist, den potentiellen Kapitalanlegern für die bisher begünstigten, bis dato unverkäuflichen Wohnungen einen 20prozentigen Aufschlag über dem Echinger Mietspiegel zu genehmigen, sei einmal dahingestellt. Und ob es besonders intelligent ist, die Mietpreisbremse bereits nach 10 Jahren auslaufen zu lassen, ebenso.

Wenn von der Gemeinde jetzt behauptet wird, Zitat: “ Die Miete liegt damit immer noch unter der üblichen Marktmiete in Eching“, wage ich das zu bezweifeln.

Ich bin gespannt, ob die jetzt auf den freien Markt geworfenen Mietwohnungen überhaupt Mieter finden und was in 10 Jahren, wenn die Mietpreisdeckelung ausläuft, passiert.

Übrigens: Die Sparkasse bewirbt dort gerade 1-Zimmer-Wohnungen (44 m²) für 289.000 € und die „Walser Projekt Management GmbH“ 4-Zimmer-Wohnungen (knapp 94 m²) für 769.000 €.

Fazit: Die vollmundigen Versprechen, die Herr Thaler bei der Bürgerversammlung 2024 von sich gegeben hatte (ich habe ein ziemlich gutes Gedächtnis), sind nun wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen.

Guido Langenstück

Ein Lesermail

  1. Sehr geehrter Herr Langenstück!

    Ich verfolge Ihre Leserbriefe seit längerer Zeit. Es scheint, Sie kennen sich in allen zu diskutierenden Belangen bestens aus.

    Warum lassen Sie sich nicht als Bürgermeisterkandidat aufstellen? Ich könnte mir keinen besseren vorstellen!

    Mit erwartungsvollen Grüßen
    Sylvia Käsemann-Wilke

Lesermail verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert