Sehr geehrte Damen und Herren,
„Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.“
Mit diesem Satz beschreibt Konfuzius eine Grundhaltung, die für politische Verantwortungsträger bis heute gilt.
Der Gemeinderat stellt die Vertretung der Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde dar. Herr Julian Morgenroth ist ein gewähltes Mitglied dieser kommunalen Volksvertretung und tritt als Repräsentant der SPD Eching auf. Als Bürger beobachte ich mit Sorge, dass sein öffentliches Auftreten und sein Umgangston nicht dem entsprechen, was man von einem kommunalen Mandatsträger erwarten darf.
Über einen längeren Zeitraum hinweg kam es zu Situationen und Äußerungen, die ich als persönlich verletzend, respektlos und mit dem Amt eines Gemeinderats unvereinbar empfinde. Die Art der Kommunikation sowie der Umgangston, den Herr Morgenroth in verschiedenen Kontexten pflegt, wirken aus meiner Sicht deutlich überschießend und tragen nicht zu einem sachlichen, demokratischen Austausch in unserer Gemeinde bei.
Die SPD selbst legt in ihren Verhaltensregeln für Mandatsträger großen Wert auf Vorbildfunktion, Integrität und respektvollen Umgang. In der Präambel heißt es dazu: „Jedes schuldhafte Fehlverhalten einer/eines Einzelnen führt schnell zur pauschalen Diskreditierung aller und schädigt das Ansehen der SPD. Erschüttert wird das Vertrauen in die Politik und damit in unsere Demokratie.“
Das von mir erlebte und beschriebene Verhalten steht aus meiner Sicht im deutlichen Widerspruch zu diesen selbst gesetzten Maßstäben. Von gewählten Vertreterinnen und Vertretern erwarte ich, dass sie durch ihr Auftreten und ihr Verhalten das Vertrauen in die Demokratie stärken – nicht schwächen.
Ich halte es daher für notwendig, auf diese Entwicklungen aufmerksam zu machen und eine offene Diskussion darüber anzustoßen, welche Haltung und welchen Umgang wir als Gemeinde von unseren demokratisch gewählten Vertretern erwarten dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Tobias Schlereth