Max Egersdoerfer feierte 99.

Seinen 99. Geburtstag feierte Max Egersdoerfer. Seit 1939 lebt der Jubilar in Eching, seit 63 Jahren ist er mit Ehefrau Elisabeth (93) verheiratet. 1966 bis 1984 gehörte er für die SPD dem Gemeinderat an.

Als 18jähriger in den Weltkrieg geschickt, erlitt Egersdorfer eine Verletzung, aufgrund der ihm ein Unterschenkel amputiert wurde. Dennoch war zeitlebens sportlich sehr aktiv – sei es beim Fahrradfahren oder Abfahrtsski, wo er 15 Jahre lang sogar als Skilehrer für Sehbehinderte tätig war. Das Radln hat er 97jährig nach einem Sturz aufgegeben.

1963 der SPD beigetreten, ist Egersdoerfer der dienstälteste Genosse im Ortsverein. Zum Gratulieren kamen auch Ortsvorsitzender Victor Weizenegger (Bild) und Fraktionssprecher Herbert Hahner vorbei.

Eine Bäckerlehre konnte er nur kurz starten, ehe der Einberufungsbefehl kam. Nach dem Krieg schlug er eine Beamtenlaufbahn beim Bezirk Oberbayern ein.

Das Häuschen im Norden Echings wurde mit viel Eigenleistung errichtet. „Ich habe jeden Stein selbst in der Hand gehabt“, erzählt er. Noch heute bereitet er unter anderem seine Steuererklärung selbst vor und ist immer noch ohne Gehhilfe unterwegs.

3 Lesermails

  1. Sehr geehrter Herr Egersdoerfer,

    als Ihr Nachfolger im RPA beim Bezirk Oberbayern gratuliere ich Ihnen recht herzlich zu Ihrem Geburtstag.

    Sie waren damals, in der Übergangszeit vor Ihrem Ruhestand, ein suuuper Zimmerkollege. Denke noch immer gerne an die Zeit mit Ihnen. Bin mittlerweile auch schon 11 Jahre im Ruhestand.

    Alles nur erdenklich Gute Ihnen, mein super Vorgänger im RPA beim Bezirk Obb.

    Josef Thaler

  2. Meine absolute Hochachtung gilt dem Jubilar. So eine Disziplin mit diesem Schicksal ist bewundernswert.

    Schön, dass er sich trotz allem guter Gesundheit erfreut. Weiterhin alles Gute!

  3. Gratulation, Herr Egersdoerfer!

    Solche Leute wie er sind für mich ein Vorbild: Trotz schwerer Kriegsverletzung und lebenslanger körperlicher Behinderung hat er sich nicht hängen lassen und soziales und politisches Engagement für die Gesellschaft bewiesen.

    Dass er als junger Soldat einen Unterschenkel verlor, beweist, wie sinnlos Kriege sind und Soldaten nur die Bauernopfer von kriegslüsternen Machthabern sind. Gestern hießen diese Napoleon II, Kaiser Wilhelm II, Hitler und Stalin, heute Putin und Kim Jong-un.

    Wann lernt die Menschheit endlich aus den Fehlern der Vergangenheit? Ich bin da wenig optimistisch.

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