Bei einem traumhaften Sonnenuntergang startete am Martinstag das traditionelle St.-Martins-Fest des Kindergartens „Sonnenblume“ in Günzenhausen mit der Aufführung der Martinsgeschichte durch die Vorschulkinder. Nach Worten von Diakon Hofmeister und Verteilung der von den Kindern gebackenen „Martinsgänse“ führte der Umzug mit „St. Martin“ auf seinem Pferd und vielen leuchtenden Laternen durch Günzenhausen, begleitet von den Kohlstattmusikanten. Anschließend folgte ein gemütliches Miteinander im Garten des Kindergartens mit Leberkassemmeln und Kinderpunsch.

Jedenfalls ist die Aufführung der Martinsgeschichte unter pädagogischen Gesichtspunkten für die Kiddies wesentlich sinnvoller als das ganze Halloween-Gedöns.
Teilen mit Hilfsbedürftigen lernen, kann gar nicht früh genug anfangen (das ist ja die Kernaussage der Martinsgeschichte). Im Gegensatz dazu ist die ganze gekünstelte Gruselei rund um Halloween absolut sinnfrei.
Wenn Kiddies an Halloween bei mir anläuten und „Süßes oder Saures“ mir entgegen brüllen, sag ich denen immer „Heute bekommt ihr nichts von mir. Kommt einfach an St. Martin mit euren Laternen nochmal vorbei. Dann bekommt ihr Süßes von mir.“
Das hat schon mehrmals gewirkt.
Lieber Herr Langenstück,
in Bezug auf die „ganze gekünstelte Gruselei“, bzw. den damit verbundenen Kommerz, kann ich Sie verstehen.
Halloween allerdings leitet sich von „All Hallows Eve“ ab, dem „Vorabend von Allerheiligen“ und entspringt auch dem christlichen Glauben, ähnlich wie der St. Martins-Umzug. Insofern ist nicht alles eine gekünstelte Gruselei, zumindest nicht mehr als die schwäbisch-alemanische Fastnacht oder diverse andere Bräuche im süddeutschen, schweizerischen oder österreichischen Raum.
Lassen Sie den Kinden den Spaß, wir wollen uns doch alle ab und an gerne eine Maske aufsetzen und etwas tun oder sein, was wir sonst nicht können.