Mit eher pflichtschuldigen Weihnachtswünschen haben sich die Fraktionen bei der letzten Gemeinderatssitzung 2025 vom alten Jahr verabschiedet. Gut zwei Monate vor der Kommunalwahl klang Enthusiasmus über das abgelaufene Jahr so wirklich nirgends an.
FW-Sprecher Christoph Gürtner monierte in seinem Rückblick explizit einige Abläufe und Entscheidungen, bei denen man sich „nicht mit Ruhm bekleckert habe“. Teils habe das an mangelhaften Vorlagen an das Gremium gelegen, rügte er insbesondere den Verwaltungschef, Bürgermeister Sebastian Thaler.
Thaler nannte die Inhalte der wiederkehrenden Kritik Gürtners, etwa am Hin und Her um die Obdachlosenunterkunft oder die Probleme um die Erschließungskosten in Eching-West, „Mythen“. SPD-Sprecher Herbert Hahner wies darauf hin, dass „der Gemeinderat in seinen Entscheidungen auch nicht immer stringent war“.
Heinz Müller-Saala (FDP) wünschte vorausgreifend schon mal Thaler viel Glück in dessen neuen Beruf; bislang hat sich der Bürgermeister immer noch nicht erklärt, ob er 2026 für eine weitere Amtszeit kandidieren will.
Zur Weihnachtsfeier des Gemeinderates scheinen CSU, FW und FDP erneut nicht erschienen zu sein. Wer teilgenommen hat, was sich dort ereignete und was der Bürgermeister zum Jahresende vortrug, kann nicht berichtet werden; die echinger-zeitung.de war nicht eingeladen.
Fünf Tage nach der Weihnachtsfeier hat sich das Rätselraten aufgelöst. Der amtierende Bürgermeister wird mit der Unterstützung einer Gruppe, die sich „Mega“ nennt, als Kandidat antreten.
Da überlege ich mir doch, ob ich nicht die Gruppierung „Echinger gegen organisierten Missbrauch durch Amtsträger und Netzwerker in Eching“ ins Leben rufe und unter deren Abkürzung „Egomanie“ selber als Kandidat antrete.
Die Anlehnung an „MAGA“ (der mit Sicherheit widersprochen wird) ist schon extrem peinlich – aber durchaus nicht verwunderlich: merkur.de/lokales/freising/eching-ort28614/eching-buergermeister-sebastian-thaler-trifft-wahlentscheidung-94093975.html
Und bevor jemand auf die Idee kommt, dass ich irgendwen verunglimpfe oder beschuldige oder falsche Anschuldigungen erhebe oder irgendwas in dieser Richtung, nein, das tue ich nicht. Es ist eine ironische Anspielung auf „Miteinander Eching GestAlten“.
Uns allen frohe Festtage, einen guten Start ins neue, hoffentlich weniger vergiftete, Jahr 2026. Mögen sich fast alle Wünsche erfüllen.