Liebe Frau Rauschmayr,
zunächst einmal bin ich nicht in der FDP, kandidiere aber auf deren Liste für den Gemeinderat.
Auch wenn der Beschluss einstimmig war, kann ich ihn trotzdem für falsch halten. Sie haben ja die vorherigen Leserbriefe gelesen und ich war durchaus nicht ahnungslos, was die Umweltaspekte eines Kunstrasenplatzes angeht. Die Hersteller bewerten solche Plätze selbstverständlich als positiv, aber selbst diese geben die Lebensdauer eines solchen Platzes bei guter Pflege mit 12 – 15 Jahren an. Danach muss er entsorgt werden.
Man investiert also 1 Million für ein durchaus nicht langlebiges Produkt. Ich halte das nicht für nachhaltig und für Geldverschwendung, umso mehr als ein offener Sportplatz keine Halle ersetzen kann. Verwendet man das gleiche Geld für eine Sporthalle, welche auch eine weit längere Lebensdauer hat, so bin ich sofort bei Ihnen.
Was ehrenamtliche Tätigkeit angeht, so darf ich Ihnen sagen, dass ich unter den Helfern beim Bau der Dietersheimer Vereinshalle war und seit vielen Jahren in der Vorstandschaft der Deutschen Gesellschaft für Kristallwachstum und Kristallzüchtung e. V. (dgkk.de/de) tätig bin; die letzten 4 Jahre als 1. Vorstand. Mit meiner Pensionierung zum 1.1. scheide ich nach der maximal zulässigen Zeit aus der Vorstandschaft aus.
Da meine Frau und ich nach dem Aufkommen der Unregelmäßigkeiten um Thaler in den letzten Jahren fleißige Kritiker des Bürgermeisters, aber auch bisweilen des Gemeinderates waren, haben wir uns entschlossen, für den Gemeinderat zu kandidieren. Nur zu kritisieren, bringt auf die Dauer weniger, als mitzugestalten und nach nunmehr 25 Jahren in Dietersheim bringen wir uns gerne ein.
Beste Grüße
Dr. Andreas Erb