Lesermail zum Artikel „‚Dringend benötigte politische Erneuerung‘“

Bald ist Kommunalwahl. Jetzt haben es die Echinger Bürger*innen in der Hand, den Traum von einem Neustart in Eching ohne Thaler Wirklichkeit werden zu lassen, indem sie ihm die Unterschrift im Rathaus für eine weitere Kandidatur verweigern.

Mehrere Jahre hat es gedauert, bis Sebastian Thaler endlich Fehler öffentlich eingeräumt hat. Der langsame Lernprozess hat die Echinger Bürgerschaft nicht nur auf eine harte Geduldsprobe gestellt, sondern auch viel Geld gekostet. Es fehlen immer noch mehrere zehntausend Euro, die aus der Gemeindekasse für Privataktionen des Bürgermeisters verauslagt wurden.

Mittlerweile hat ihn sogar die eigene Gemeinde beim Verwaltungsgericht München auf Kostenerstattung verklagt. Aber warum nicht einfach in bewährter Manier auf das Urteil warten, wenn der Fehler bereits öffentlich bereut wurde?

Wie lange kann und will es sich die Gemeinde Eching noch leisten, einen mittlerweile wegen Untreue vorbestraften Bürgermeister, der durch seine außergewöhnliche Rechtsauffassung und Haushaltspolitik regelmäßig von sich reden machte, zu subventionieren?

In 2020 kaufte die Gemeinde das Hotel Huberwirt. Eine millionenschwere Investition wurde aus dem Vermögen der Gemeinde getätigt, ohne eine Vorstellung davon zu haben, wie die Immobilie rentabel genutzt werden könnte. Seitdem verschlingt das Investment regelmäßig hohe Beträge für Verwaltungs- und Instandhaltungskosten aus der Gemeindekasse, ohne dass die Echinger Steuerzahler*innen auch nur den geringsten Nutzen davon haben.

Umso länger das mittlerweile stillgelegte Gebäude jedoch nicht genutzt wird, desto teurer wird die Investition für die Gemeinde. Mehr als 5 Jahre reichten Thaler offenbar nicht, um eine für die Gemeinde und Bürgerschaft rentable Lösung zu generieren. Wie lange braucht er denn noch, um die Investition Huberwirt erfolgreich zu Ende zu bringen?

Ganz anders war es bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Während Thaler die Erbpachtdiskussion in Eching neu entfachte, setzte sich die mittlerweile hellhörig gewordene Bürgerschaft mit Hilfe eines von den Freien Wählern initiierten Bürgerentscheids gegen seine Vorstellungen durch. Allen Widerständen zum Trotz ist es Thaler sogar gelungen, ein Wohnbaumodell zu entwickeln, das weder Interesse bei Menschen, die bezahlbaren Wohnraum suchen, noch bei Investoren weckt. Das Angebot hat, wie er selbst betonte, viel Zeit gekostet. Ganz zu schweigen von dem knappen Grund und Boden der Gemeinde, der für diesen Zweck benutzt wurde.

Wollen Sie als Echinger Steuerzahlerin diese Art Kommunalpolitik weiter unterstützen oder ihr einen Riegel vorschieben? Wollen Sie diesem Bürgermeister im Echinger Rathaus erneut eine Plattform bieten, um sich weiterhin auf Kosten der Echinger Steuerzahlerinnen zu bereichern oder engagierten und kompetenten Verwaltungsmitarbeitern weiterhin den Umgang mit dem vorbestraften Bürgermeister zumuten? Daher bleibt nur zu hoffen, dass Thaler nicht die notwendige Zahl an Unterschriften erreicht, um sich erneut um das Bürgermeisteramt zu bewerben.

Ingrid Brandstetter

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