Lesermail zum Artikel „Wie halten’s die Kandidaten mit dem Klima?“

Zu Punkt 3.: Zitat: „Wir brauchen also zusätzlich Windkraft und Speicher.“

Ob die Fragenkatalog-Ersteller im Klimabeirat schon einmal das Wort „Windhöffigkeit“ gehört haben? Falls nein: Windhöffigkeit beschreibt die Wahrscheinlichkeit, wie oft und wie stark der Wind am zu untersuchenden Ort weht. Mittlerweile gibt’s für ganz Deutschland Windhöffigkeits-Daten und -Karten.

Da schneiden die deutschen Küstengebiete an Nord- und Ostsee und die deutschen Mittelgebirge wesentlich besser ab als der Voralpenraum. In Norddeutschland und in den Mittelgebirgen gibt’s mittlerweile riesige Windparks, die, so der Wind dort weht, regenerativen Strom im Überfluss produzieren.

Das Problem: Es fehlen immer noch genügend Stromtrassen von Nord- nach Süddeutschland. Daran trägt sowohl die bayerische Staatsregierung als auch etliche Bürgerinitiativen entlang der geplanten Stromtrassen Schuld. Die Zeit des ewigen Aussitzens und des ewigen Protestierens („ich bin gegen eine Stromtrasse neben meinem Ort!“) muss nun endlich vorbei sein.

Zur Speicherung von regenerativ erzeugtem Strom: Leute, sammelt alte Autobatterien. Und füllt endlich eure Badewannen und Swimmingpools mit Wasser. Sobald das geschehen ist, braucht ihr nur noch zwei ausgediente Kleiderbügel an die Autobatterie abklemmen und die Bügel ins Wasserbecken halten. So erzeugt ihr (durch Elektrolyse) am Pluspol Sauerstoff und am Minuspol Wasserstoff. Jetzt braucht ihr die beiden Gase nur noch getrennt in eine Brennstoffzelle leiten und siehe da: Da kommt tatsächlich Gleichstrom (und Wasserdampf) hinten raus.

Alternative: In Günzenhausen oder Ottenburg wird ein Pumpspeicher-Kraftwerk gebaut. Die ca. 30 Meter Höhenunterschied bewirken, dass das Wasser unten immer mit ca. 3 bar Überdruck auf die Turbinenschaufeln trifft (die dann wiederum einen Stromgenerator antreiben).

So einfach ist das mit der Speicherung von regenerativ erzeugtem Strom. (Ironie Off)

Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass, sollte Herr Thaler die erforderlichen 180 Unterstützer-Unterschriften für seine „Mega“-Bewegung bis zum 19.01. bekommen und somit auch auf der Bgm.-Kandidatenliste stehen, er spätestens am 21.01. ebenfalls den Fragenkatalog vom Klimabeirat bekommen sollte. Gleiche Startbedingungen für alle Bgm.-Kandidaten, oder?

Guido Langenstück

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